Diese Saison...

Im Büro des Chefs: Diskussionen rund um den Verein und die Fans. incl. Gerüchteküche

Diese Saison...

Beitragvon intersection » Sa 28. Okt 2017, 11:56

Eigentlich ist es unglaublich, dass ich schon wieder in so kurzer Zeit einen längeren Text schreibe, wenn ich sonst nur „ab und zu“ mal etwas hier poste. Aber es gibt einfach zu viele Dinge, die mich wirklich ärgern und die mich auch erschrecken.

Ich möchte noch einmal (vgl. Spieltagthread) etwas zu den Themen Profisport, Fans und Merchandising sagen. Ich zahle jedes Jahr über 400€ (und andere noch mehr, das weiß ich!) an einen Verein, der mich unterhalten soll! Ich bin niemand, der sein Geld einfach zum Fenster rausschmeißt, deswegen ist Leistung in Form von Spannung, Emotion und tollem Miteinander beim Sport (und das rein Sportliche) etwas, das ich für mein Geld erwarte, denn sonst könnte ich das Geld einfach sparen. Dazu kommen noch Ausgaben für Merchandising-Artikel, die den Betrag jährlich auf 500€+ ansteigen lassen. Wenn man sich das vorstellt, haben andere Menschen so viel nicht einmal in einem Jahr für Lebensmittel zur Verfügung. Kurzum: eine Menge Geld. Als Fan erwarte ich also, dass der Großteil der Spiele, die ich besuche, mich mit einem Gefühl nach Hause gehen lässt, es war es wert, da gewesen zu sein. Zugegeben, meine Freunde vom Eishockey sehe ich da, das ist pauschal schon mal immer sehr schön. Aber das kann ich eben auch günstiger haben.
Nun besteht der Verein aus Spielern, Trainerteam, unzähligen Mitarbeitern. Gerade die Spieler verdienen eine Menge Geld (auch wenn ich keine Zahlen kenne). Noch dazu sind die Kölner Haie immer vorne mit dabei, anzupreisen, wie toll man sich in den Medien verkauft, inklusive Zuschauerzahlen. Ich würde sofort für viel weniger Geld auf das Eis gehen und versuchen, Leistung zu bringen, wenn ich dürfte! Was ich damit sagen will: es ist ein Privileg für Spieler, diesen Beruf ausüben zu dürfen. Warum?
Ohne Fans, ohne Leute, Sponsoren, Gesellschafter, welche Spaß am Profisport haben, würde dieses gesamte System nicht funktionieren! Es geht am Ende immer nur um Geld, Gewinne – Wirtschaft pur. Spieler werden verpflichtet, um weit zu kommen. Weit zu kommen bedeutet, mehr Zuschauereinnahmen, mehr Sponsorengelder, mediales Echo. Und dann will man mehr und so geht es immer weiter. Aus diesem Grund ist dieser Beruf ein Privileg, weil er nur dadurch funktionsfähig wird. Anders geht es nicht!
Auch ich spiele gerne Eishockey, habe Spaß dabei und empfinde Emotionen, wenn ich mit einem Team auf dem Eis bzw. Feld stehe. Leider schauen maximal zwei Leute zu und das sind die Freundinnen der Mitspieler, die, sobald sie etwas dafür zahlen müssten, auch lieber zu Hause bleiben würden. Dennoch macht uns das Spaß, wir machen das gerne und investieren selber Geld in unseren Sport, um z.B. eine Halle zu mieten. Da käme aber keiner auf die Idee, zu uns zu sagen: „Hey, ich stecke Geld in das Team, dafür werdet ihr bekannt und verkauft Merchandising-Artikel! Eine Win-Win-Situation!“. Wo eben keine Zielgruppe ist, keine „Kunden“, da funktioniert Sport eben nur als Privatvergnügen, aber nicht kommerziell.
Und da kommen die Fans ins Spiel. Wir alle, die hier diskutieren, die in die Arena gehen, die sich manchmal sogar früher frei nehmen, um abends das Spiel ihrer Mannschaft zu verfolgen, die ihren letzten Cent geben für eine Dauerkarte: wir sind auch ein Teil des Teams! Und genau da setzt meine Kritik an.

Ich bin jetzt schon viele Jahre dabei, liebe die Kölner Haie, kann Saisonstarts kaum erwarten, sehe fast jedes Heimspiel (und die anderen am TV) und klatsche, jubele, weine, hüpfe, umarme und meckere auch, wenn ich in der Arena bin. Zugegeben, DEG-Spiele waren nie die Spiele, die ich als besonders „toll“ empfunden habe. Ich war immer jemand, der sich mehr auf Spiele gegen Mannheim, Augsburg oder Iserlohn (oder eine Zeit lang auch Ingolstadt) gefreut hat, einfach, weil da meistens mehr Emotionen drin waren. Aber es gab eben auch DEG-Spiele, die ein Vielfaches der Emotionen heutiger Derbys aufboten. Mittlerweile bin nicht nur ich, sondern sind auch viele andere an einem Punkt angelangt, wo eine gewisse Gleichgültigkeit Alltag sind und das finde ich sehr erschreckend. Gestern habe ich zum wiederholten Male diese Saison ein Auswärtsspiel am TV nur halbherzig verfolgt, zwischendurch auch mal umgeschaltet. Das wäre für mich vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen, vielleicht auch letzte Saison schon! Da wurde der Abend freigehalten und ich habe jedes Spiel gesehen.

Nach meinem Studium, in dem ich viel mit Analysen zu tun hatte (nein, nicht BWL), habe ich eine andere Perspektive auf Spiele. Ich bin generell ein analytisch-denkender Mensch, der sich aber auch von seinen Intuitionen leiten lässt und oftmals gut intuitiv denkt. Das ist einfach so, dafür gibt es viele Beispiele (in Bezug auf Eishockey). Und meine Intuition (ich habe das schon im anderen Thread dargelegt) ist, dass es dieses Jahr nichts geben wird, mit der dauernd herbeigeredeten Meisterschaft. Geschweige denn Viertelfinale-Weiterkommen. Auch wenn offiziell immer – genau wie bei Verletzungen und Verträgen, keine Ahnung, was das soll! – ein bisschen „Wischi-Waschi“ geredet wird, von wegen: „Erstmal die Playoffs erreichen“, „Am Ende der Saison besser sein als vorher“, „Ziel ist ganz klar die Meisterschaft“ (diese in Anführungszeichen gesetzten Sätze sind nicht zwingend wortgerechte Zitate). Ich kann es nicht mehr hören! Anspruch und Wirklichkeit sind zu weit auseinander. Das Hospelt-Beispiel, was ich gelesen habe, ist doch der beste Beweis: da jubelt ein Hospelt in einem Derby – und ENTSCHULDIGT sich dafür! Was ich mich frage? Wer kam denn auf die tolle Idee, da die Flügel zurechtzustutzen und zu sagen: „Nein, so bitte nicht! Keine überschwänglichen Emotionen!“.

DOCH! Genau das! Ich will Spieler, die zeigen, dass sie wollen. Einzelnen gelingt das nicht in jedem Spiel, dem Kollektiv schon! Ich hätte darauf wetten können, dass vor dem Nürnberg-Spiel in den Zeitungen wieder über Uvira geschrieben wird, von wegen „physische Spiele sind toll“ usw. WO bitte (auch hier vgl. meinen anderen Thread), sind diese dann? Nichts, aber rein gar nichts! Die Haie ärgern keinen Gegner. Jeder ist cleverer als wir. Gestern hatte Nürnberg alleine bei einem Tor mehr Emotionen drin, als die gesamten Haie in dieser Saison. Als Reimer das Tor macht, z.B. Gogulla, der sagt, 700 Spiele seien nach so einer Niederlage gar nichts von Bedeutung. Bitte was? 700 Spiele! In der DEL! Das ist gar nichts? Da darf man schon stolz drauf sein. Ich verstehe die Emotionen einfach nicht?! Sind sie irgendwie vertauscht? Ist man eigentlich emotionslos?

JA, man darf den Jubel rausschreien, wenn man in einem Derby das entscheidende Tor schießt.
JA, man darf stolz sein auf 700 Spiele.
JA, man darf auch mal während eines Spiels die Physis-Komponente raufschrauben, wenn man das schon in jedem Mikrofon vor dem Spiel ankündigt und anpreist.

Aber alles, was die Kölner Haie aktuell können, ist reden, reden, reden. Da ist nichts dahinter! Ich komme mir sehr verarscht vor. Vielleicht gibt es einige hier, die jetzt sagen: dann bleib doch zu Hause! Werde ich nicht! Ich liebe die Kölner Haie. Und das ist der Grund, warum ich wirklich sauer bin, wie es seit paar Jahren (besonders die letzten zwei Jahre) läuft! MEIN GOTT, Haie, wacht doch endlich auf! Es könnte doch SO SCHÖN sein: die Spieler, die ihre Leidenschaft auf das Eis bringen, kämpfen, zeigen „Mit uns macht ihr das nicht!“ zu jedem Gegner, die Fans, die diese Emotionen aufgreifen, jedes Powerplay nach vorne treiben, jede Unterzahl mit Pfiffen gegen den Gegner pushen, in Jubel ausbrechen, wenn wir Tore machen wie am Fließband. Torhüter, die angefeuert werden für jeden Big Save – das kennt doch jeder, der Sport macht, wie wichtig LEIDENSCHAFT und LIEBE UND Emotionen sind für den Sport, den man ausübt. Mir kommt es so vor, als wenn die Haie-Mannschaft einfach „ihren Stiefel runterspielt“ (die Phrase "Stiefel runterspielen" sagte Moritz Müller vor einiger Zeit in fast jedem zweiten Interview bei ServusTV bzw. Telekom in den Drittelpauseninterviews gefühlt). Jedes Spiel geht über 60 Minuten, muss gekämpft werden. Die Mannschaft liefert aktuell nichts, was auch nur annähernd auf lange Sicht den Glauben bringt, wir sind „eins“. Das sind wir in Köln schon lange nicht mehr! Dieses Einheitsgefühl finde ich, muss sich die Mannschaft erst wieder verdienen. Clouston trägt übrigens sein Nötigstes dazu bei, dass die Emotionen hochkochen – nicht.

Und da ist für mich schon das Problem: Clouston sitzt einfach nur seine Zeit hier ab. Keine Emotionen, keine Experimente (außer waghalsige Verteidigerrotationen), nichts. Wir sind nicht besser geworden, als unter den Trainern zu vor. Im Gegenteil. Ich brauch keine Haie-Mannschaft, die jeden Gegner 5:2 aus der Arena wirft. Ich will eine Mannschaft, die Emotionen zeigt, den Gegner auch mal provoziert, defensiv ein SYSTEM spielt (was nicht Chaos hervorbringt) und mal länger als vier Spiele in Reihe gewinnt. Das wird, behaupte ich, nicht passieren in dieser Saison. Und damit wird man kein Meister. Aber wer redet hier überhaupt von Meisterschaft.

Dieses „ich-gewinne-mal-ein-Spiel-und-verliere-dann-wieder-eins-gegen-ein-Top-Team“ ist das Gefährlichste, was passieren kann. Für Mannschaft und Fans. Denn es suggeriert: es ist doch alles in Ordnung, wir holen ja Siege. Ja, das stimmt zwar, allerdings habe ich keine Lust, wenn schon in der Saison klar wird – und die letzten Jahre geben da Recht – dass der ganz große Coup eben nichts werden kann! Dann kann ich auch Geld sparen. Mache ich aber nicht, weil ich einer der blöden Fans bin, die jedes Jahr wieder in die Arena gehen, in der Hoffnung: „Dieses Jahr endlich mal Konstanz!“. Nur ein bisschen Konstanz, das wäre es doch! Aber diese Serie aus Wechsel von Niederlagen und Serien MUSS langsam mal ein Ende haben! Tatsächlich würde ich mir langsam wünschen, die Haie würden mal konstant spielen, egal in welche Richtung. Ich werde buhen, wenn sie meine Zeit und mein Geld so sinnlos und lustlos auf dem Eis verfahren und ich frage mich, wann die ersten Fans auch mal anfangen, ein gellendes Pfeifkonzert zu starten. Das ist das letzte, was ich bei meinem Team möchte, aber ich finde es schlimm, wenn das Team nicht merkt, dass auch wir Fans ein Teil davon sind und eben nicht alles einfach nur hinnehmen. Wann hab es das letzte Mal ein kritisches Spruchband? Ich glaube, bei „Deutscher Meister am Glas“. Die Frage ist auch, wer denn z.B. Trainer werden sollte?! Wir brauchen jemanden, der sich was traut, die Mannschaft erreicht, aber auch autoritär ist. Ich habe bei Clouston das Gefühl, er traut sich nicht, erreicht die Mannschat nicht und Autorität…? Nun ja. An der Bande mit verschränkten Armen stehen, nichts sagen, immer verträumt in die TV-Kamera schauen kann ich auch für viel weniger Geld!

Ich bin aber auch der erste, der die Mannschaft bedingungslos unterstützt, wenn sie mir das Gefühl gibt, zu kämpfen und auch mal in der Liga Stärke zu demonstrieren. München, Berlin, Mannheim, Nürnberg – die lachen sich doch alle ins Fäustchen. Ich habe schon nach dem Ingolstadtspiel gesagt, dass ich glaube, wir verlieren jetzt 5-6 Spiele in Folge. Gegen verletzungsgeplagte Wolfsburger haben wir dann mal wieder ein gutes Spiel gezeigt, ok. Aber ich bin mal gespannt. Ich sage bis morgen in einer Woche (SO, 05.11.) wird nichts zu holen sein, keine Punkte (vielleicht in der OT einer irgendwann).

Was ist jetzt die Lösung? Für mich ein Trainerwechsel. Immer noch splitten der Reihe um Gogulla (nicht die Shugg-Reihe, die für mich die 2. Reihe ist), Wruck auf die Bank und ein hoffentlich baldiges Wiederkommen der Verletzten, allen voran, Blair Jones. Wenn die Haie morgen keine Leistung zeigen, werde ich pfeifen. Die Mannschaft und der Trainer müssen mal durch Pfiffe merken, dass dieses Wischi-Waschi-Hockey auswärts stattfinden kann, die Fans zu Hause aber langsam auch genug haben und endlich mal Konstanz brauchen.

Interviews mit Hospelt oder Gogulla sind mir übrigens ein Graus. Die beiden sind doch (in Interviews) der Inbegriff von Lustlosigkeit, streng-in-die-Kamera-gucken und auch nach ausnahmsweise guten Spielen immer auf die Euphoriebremse drückend. Sulzer übrigens auch. Bei Sulzer habe ich immer das Gefühl, ihm sei eigentlich alles egal, egal, wie es läuft. Zerressen überschätzt seine eigene Rolle und Jones kann auch nur – dafür perfekt – Pucks abfälschen und sonst keine Tore schießen.

Ich bin echt traurig, wie weit es schon gekommen ist. Dieses Team begeistert mich und viele andere schon lange nicht mehr.

Schade, Haie. Schade.
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Re: Diese Saison...

Beitragvon King of Tripping » Sa 28. Okt 2017, 12:44

Danke.

Man denkt immer - auch bei den Derbys: Da fehlt doch was ?!
Das ist es: BEGEISTERUNG.
Sie ist nur noch selten zu spüren. :shock:

Eishockeyspieler - Ein Job wie jeder andere ? :?

Alles weitere von mir dazu steht im Nürnberg-Thread auf Seite 2.
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Re: Diese Saison...

Beitragvon Marty Murray » Sa 28. Okt 2017, 12:50

Das ist aber emotional, kannst du das bitte sein lassen?

Wir sind Eishockey!!

:D
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Re: Diese Saison...

Beitragvon Quak » Sa 28. Okt 2017, 13:12

Gogulla konnte sich über die 700 Spiele nicht freuen, weil er eben jenes 700. Spiel verloren hat und das auch in einer Art und Weise die nicht gut war. Ich denke das kann man ganz gut nach vollziehen. Also ich wäre dann auch angepisst. Du kannst den Leuten nicht vorwerfen, sie zeigen keine Emotionen nach Niederlagen und dann beschwerst du dich, dass ein Gogulla genau die zeigt? Ich glaube Philip Gogulla ist zugleich ein eher introvertierter und dennoch recht ehrgeiziger Mensch und deshalb wird da viel vom Publikum missinterpretiert.

Aber eigentlich will ich dir gar nicht so sehr widersprechen. Denn in vielen Dingen hast du recht. Ich mag diese Phrase nicht die ungefähr so klingt wie:" Die Haie müssen nicht immer gewinnen, aber kämpfen müssen sie " Denn oft ist für viele Leute kämpfen und gewinnen ein Synonym. Frei nach dem Motto: "Wer nicht gewinnt, der kämpft auch nicht."

Trotzdem finde ich, dass sich in den letzten 2 Jahre die Technokratische Attitüde die sich auf der Geschäftsstelle der Haie etabliert hat, mittlerweile auch auf das Eis übertragen hat. Wenn man sich zum Beispiel anschaut wie, die deutliche Preiserhöhung bei der PK3 statt gefunden hat, nämlich mit Null Kommunikation und die Fans sollten das einfach schlucken und wahrscheinlich wäre es denn Haien am liebsten wenn sich die letzten Dauerkarten dort (werden immer weniger) auch einfach verziehen. Genauso läuft es doch auch auf dem Eis. Emotionslos und Technokratisch und wenn es nicht läuft dann ist es halt so. Wir Fans werden ausgesperrt und sind eigentlich keine Fans mehr, sondern nur noch Zuschauer. Nein das ist kein Synonym.
Choreografien -> gestrichen
Infos zu Verträgen/Verletzungen -> gestrichen
Ehrliche und Klare Worte nach Siegen/Niederlagen -> gestrichen
Emotionen -> auf allen Seiten gestrichen

Es ist nicht alles schlecht und ja man kann auch gegen Mannschaften wie Ingolstadt, Nürnberg, Berlin und ja auch am Sonntag gegen Mannheim hoch verlieren. Alles gut. Natürlich bin ich dann angepisst, aber ich fände es schön wenn die Haie es auch wären, wenn man irgendwie zumindest versucht aus nem 10:0 vielleicht noch ein 10:1 zu machen oder so, sich mal mal richtig kloppt irgendwas. Weil das was aktuell läuft, erzeugt keinerlei Emotionen bei mir. Technokratie eben.

Um mal ein Beispiel zu nennen, nehme ich mal der erste mal als Sundblad hier Trainer wurde (Bevor UK Trainer wurde). Ja da waren wir alles nur keine Über-Mannschaft, aber gekämpft wurde immer bis zum Ende! "Das letzte Drittel ist unser Drittel", hieß es damals oder "Haie geben niemals auf"
Und das waren da keine Phrasen, die wir Fans automatisch bei Rückstand skandiert haben, dass war das da so!
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Re: Diese Saison...

Beitragvon Calthe » Sa 28. Okt 2017, 16:28

In dieser Saison sind die Haie für mich eine GmbH, deren Ziel es eben ist Geld zu verdienen. Zufälligerweise tut man das, indem man einigermaßen regelmäßig in der Arena auf einer Eisfläche rumrutscht und versucht eine Hartgummischeibe bei den Angestellten der gegnerischen GmbH unterzubringen.

Die Personalie Clouston-ich-lasse-maximal-zwei-Reihen-spielen - deutliche Verbesserung hier in Deutschland! - ist mir ziemlich egal, der liefert hier exakt das ab, was er in NA schon geboten hat; ich ärgere mich da nicht einmal mehr. Und in die Arena gehe ich momentan hauptsächlich, um mit den Leuten zu quatschen die ich kenne und schätze.

Dabei hat man sich diese Saison ja sogar gut verstärkt, sofern man die Personalie Wruck mal außen vor lässt. Outcast hatte ja mal was zu Wruck geschrieben, was sich bisher ja leider nicht erfüllt hat. Aber vielleicht ist er ja das Playoff-Monster schlechthin …

Und was habe ich mir anfangs die Augen gerieben, als Hanowski und Shugg losgelegt haben, diese Knipserei war man von den Haien ja gar nicht mehr gewohnt. Aber die Freude war auch nur vor kurzer Dauer, die kölsche Integration hat wohl bestens funktioniert.

Da stellt sich dann die Frage, wenn man diverse Verschwörungstheorien bzgl. eines malignen Kerns der Mannschaft, welcher quasi wie ein schwarzes Loch in der Kabine jedem Neuankömmling die Knipserqualitäten aussaugt, wen man denn noch rausschmeißen kann. Die Menge dieser Spieler wäre ja an zwei Fingern abzählbar.

Alternativ muß man halt über einen Wechsel des Publikums oder der Stadt nachdenken.
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Re: Diese Saison...

Beitragvon IceDragon67 » Sa 28. Okt 2017, 19:53

Bei 52 Spielen vor den Playoff’s verliert eben mit der Zeit einiges an Wertigkeit. Der Arenabesuch ist zum Alltag geworden wie der morgendliche Gang zur Kaffeemaschine. Es gibt nicht mehr allzu viel, wofür es sich lohnt Emotionen zu zeigen. Es wird das hingeklatscht, was mann halt hinklatschen muss und gut ist.

Intersection hat mit seinem Beitrag vollkommen recht :!:
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Re: Diese Saison...

Beitragvon CCAA » Sa 28. Okt 2017, 21:11

Ich hab eigentlich gar kein Problem mit der Professionalisierung des Spielbetriebs, aber für mich gehört dazu auch eine entsprechende Leistung. Tatsächlich wird aber jeder scheiß Spielzug von Stock- und Anspielfehlern begleitet. Das Spielsystem ist gefühlt auch zu 2/3 nur stures Dump and Chase, das immer wieder zum Puckverlust und schnellen Kontern des Gegners führt, weil auch an der Bande nur halbherzig gearbeitet wird. Ich bin total ratlos, aber Eishockey in Köln macht einfach seit Jahren keinen Spaß mehr.

Im letzten Spieltagsthread hatte schon jemand das Gefühl der Stagnation angesprochen und ich kann das nur bekräftigen. Ich glaube manchmal nicht, dass sich jemand in dieser Organisation ernsthafte Gedanken um das Eishockey und dessen Gestaltung und Aufbereitung in der Zukunft macht und wirklich professionell vorausplant. Wenn ich sehe, in welchen Größenordnungen die Standorte in Mannheim, Berlin oder München schon jetzt ihr sportliches und wirtschaftliches Wachstum für die nächsten 10-15 Jahre planen und bereits Grundsteine legen während hier in Köln der Umbau des Fanshops wie ein Meilenstein abgefeiert wird, rutscht mir irgendwie das Herz in die Hose.
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Re: Diese Saison...

Beitragvon IceDragon67 » Sa 28. Okt 2017, 22:28

In welcher Größenordnung tut mann denn etwas an deinen aufgezählten Standorten? Red Bull ist klar, aber beim Rest?
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Re: Diese Saison...

Beitragvon CCAA » Sa 28. Okt 2017, 23:24

IceDragon67 hat geschrieben:
Sa 28. Okt 2017, 22:28
In welcher Größenordnung tut mann denn etwas an deinen aufgezählten Standorten? Red Bull ist klar, aber beim Rest?
Red Bull ist klar, aber der Rest nicht? In Mannheim ist die Dietmar-Hopp-Stiftung mit 2.300.000€ pro Jahr im Nachwuchsbereich dabei und investiert fleißig in die sportliche Zukunft. In Berlin hat die AEG mit Erweiterung des Budgets, L.A-Kooperation und Development Camp die Unterstützung kurz- und langfristig konkretisiert. Innovation könnte man auch mal ansprechen. In Mannheim spielen Jahrgänge teilweise in Tschechien, die Eisbären schicken Talente im Sommer nach Finnland. Von Red Bull und deren Akademie brauchste da gar nicht anfangen. Die sind Lichtjahre von uns entfernt.
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Re: Diese Saison...

Beitragvon IceDragon67 » So 29. Okt 2017, 01:06

CCAA hat geschrieben:
Sa 28. Okt 2017, 23:24
IceDragon67 hat geschrieben:
Sa 28. Okt 2017, 22:28
In welcher Größenordnung tut mann denn etwas an deinen aufgezählten Standorten? Red Bull ist klar, aber beim Rest?
Red Bull ist klar, aber der Rest nicht? In Mannheim ist die Dietmar-Hopp-Stiftung mit 2.300.000€ pro Jahr im Nachwuchsbereich dabei und investiert fleißig in die sportliche Zukunft. In Berlin hat die AEG mit Erweiterung des Budgets, L.A-Kooperation und Development Camp die Unterstützung kurz- und langfristig konkretisiert. Innovation könnte man auch mal ansprechen. In Mannheim spielen Jahrgänge teilweise in Tschechien, die Eisbären schicken Talente im Sommer nach Finnland. Von Red Bull und deren Akademie brauchste da gar nicht anfangen. Die sind Lichtjahre von uns entfernt.
Im Prinzip geht es also nur um das Thema Nachwuchs. Na, da werde ich jetzt lieber kein Fass aufmachen.
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Re: Diese Saison...

Beitragvon Doug_Berry » Mo 30. Okt 2017, 14:20

Moin! Different Saison, same Shit! Seit nunmehr wie vielen Spielzeiten diskutieren wir hier im Forum und Ihr in der Arena die immer gleichen Ärgernisse? Sind es drei oder vier oder schon fünf Jahre? Seit 2013 haben wir schon so viele Umbrüche erlebt: Im Kader, hinter der Bande und selbst vor der Geschäftsführung hat der große Besen ja vor dieser Saison nicht Halt gemacht. Und dennoch: Konstant ist immer nur die Inkonstanz. Oder anders gesagt: Et es wie et es :evil:

Aber eigentlich stimmt das nicht. Konstant ist, dass die Haie jede Saison als potentielle Titelkandidaten gehandelt werden – und sich sicher auch selbst so sehen -, um dann doch spätestens nach der Länderspielpause im November wieder in den oben beschriebenen Modus (zurück-)zu schalten. Und immer wieder geht es um die gleichen Dinge: fehlende Einstellung, mangelnden Willen zur (Drecks-)Arbeit, eine Selbstgefälligkeit, die mitunter mit Händen zu greifen ist, sogar am TV. Mal soll die kanadische Fraktion schuld sein, mal die schwedische, meist immer die deutsche. Egal, welche Sprache die Herren Übungsleiter gerade auch sprechen mögen.

Was also ist der Grund, dass die Haie ihre sicherlich erstklassigen Voraussetzungen als Organisation –wirtschaftlich stabile Rahmenbedingungen, sportlich professionelles Umfeld, traditionsreicher Standort, treue Fanbase - nicht dauerhaft aufs Eis bringen können? Ehrlich, ich weiß es nicht. Keine Ahnung. Verletztenmiseren lasse ich dabei übrigens außen vor, die treffen jedes Team.
Inzwischen haben wir ja fast alle handelnden Personen auf und neben dem Eis mindestens einmal, meistens mehrfach durchgetauscht. Kein Trainer hatte hier dauerhaft Erfolg - entweder weil er nach Fan-Ansicht zu früh gefeuert wurde (Krupp) oder zu spät (vlt. CCC) oder es ein Unding war, den hier überhaupt unterschreiben zu lassen (Sundblad). Am fehlenden Budget für Spitzenverpflichtungen kann es auch nicht liegen wenn man sieht, was die Gesellschafter Ende der vergangenen Saison (Ehrhoff) und Anfang dieser Saison inkl. der Peters-Nachverpflichtung noch alles an Kohle bereitgestellt haben.

Ich weiß, es ist sehr vereinfacht, aber nach meinem Verständnis gibt es in einer Organisation feste Rollen. Am Ende des Tages liegt die Wahrheit auf dem Eis. Aufgabe des Trainers ist es doch, aus den vorhandenen Spielern das Beste herauszuholen. Aufgabe der Spieler ist es, die Vorgaben des Trainers umzusetzen, egal ob sie mit ihm und seiner Art das Team zu führen zufrieden sind oder nicht. Gibt es dauerhafte zwischenmenschliche Konflikte kommt die Geschäftsführung ins Spiel, die die Probleme lösen muss. Wird das dann allerdings unprofessionell gehandhabt und dazu mies kommuniziert, gibt es ganz schnell eine Causa Hager.

Was will ich damit sagen: Auch in dieser Saison passen meiner Meinung nach die handelnden Personen in Köln nicht zusammen. Der Trainer hat sich auch nach X Spielen und zwei kompletten Sommer-Vorbereitungen noch immer nicht auf die Erfordernisse in der DEL eingestellt: öde Taktik, unverständliche Personalrochaden, eigenwillige Powerplay-Pärchen - das haben die Profis hier im Forum schon zur Genüge ausanalysiert und mir fehlt dazu auch der Hockeysachverstand in dieser Tiefe. Die Mannschaft kämpft und läuft und fightet anscheinend immer nur dann, wenn sie Lust hat. So sieht es zumindest von außen aus. Und wenn dem so ist, ist es inakzeptabel.

Das mindeste, was ich mir als Fan erwarte ist 100prozentigen Einsatz - in jedem Spiel, zu jeder Zeit und in jedem Shift. Aber auch das passt in dieser Saison wieder einmal nicht. Und wenn das nicht klappt, ist es Aufgabe des Trainers als Führungskraft das zu ändern. Ebenso wie Trainer und Mannschaft schafft es auch das Management nicht, die Mehrzahl der Fans für „unser Team“ zu begeistern. Die Kommunikation rund um die Haie empfinde ich als total belanglos und nichtssagend. Beispiel: Das Thema Verletzungen und die Nicht-Bekanntgabe derselben. Oder auch die Debatte um Hospelts angeblich übertriebene Derby-Emotionen nach dem D‘dorf-Spiel. Wann, wenn nicht dann kann man die Fans wieder auf seine Seite ziehen? Ich hab‘s einfach nicht verstanden, wie man das kritisieren kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Auch in dieser Saison tue ich mich echt schwer damit einen emotionalen Draht zu meinen Haien zu finden. Der Blick auf die Tabelle und die bisherigen Resultate und vor allem die Art und Weise wie diese zustande gekommen sind lassen mich nicht an eine rasche Besserung glauben. 13 Punkte Rückstand auf Platz 1 sind ein arges Brett. Und das zu diesem Zeitpunkt der Saison! Gegen die Top-Teams der Liga haben wir bisher kein Land gesehen. Unser Abwehrverhalten ist mitunter abenteuerlich. Von zwei Scoring-Reihen sind wieder meilenwert entfernt. Dazu das Torhüter-Thema, welches nach G. Wesslaus Rückkehr auch noch Zoff geben kann. Ein Trainer, der die Spieler nicht ans Laufen bzw. den Schlendrian nicht ausgetrieben bekommt. Und das alles, wo die Zeit nach der Länderspielpause ja nicht wirklich unsere stärkste ist. Ich befürchte eine weitere Saison, in der spätestens im Viertelfinale Schluss ist. Das nervt! Ich habe einfach keinen Bock mehr darauf, ab März wieder nur noch Dauer-Jubelarien auf Red Bull zu hören :kotz: und der Mehrheit hier im Forum und anscheinend auch in der Arena scheint es genauso zu gehen.
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Re: Diese Saison...

Beitragvon intersection » Fr 17. Nov 2017, 23:07

Das ist tatsächlich das, was ich schon vor wenigen Wochen in meinem Beitrag schrieb: ein Worst-Case-Szenario (und ich meine nicht diese Pseudo-Aufholjagd mit anschließendem K.O.)! Durch die letzten Spiele und die Länderspielpause wird auch wirklich jede Kleinigkeit dafür nutzbar gemacht, als Ausrede herzuhalten! „Wir haben doch gegen Ingolstadt Moral gezeigt!“ (Dank einer Spieldauer…). „Wir haben doch Krefeld besiegt!“ (Gegen eine Mannschaft, bei der das halbe Team fehlt, die mit neuen Spielern nicht eingespielt zu uns kommen – wobei man ihnen heute Respekt zollen muss gegen Mannheim!). „Wir haben doch fast das Spiel gedreht!“ – wirklich alles, aber auch wirklich alles läuft so, dass eben die große Veränderung ausbleibt und man im Seichten dümpelt.

Jeder Fan, der diese Mannschaft tatsächlich noch für ein Tor und einen guten Pass anfeuert, nur um dann zwei Spieltage später wieder vor dem TV zu sitzen und nur den Kopf zu schütteln (ich ertappte mich sogar dabei, hämisch zu grinsen!), müsste eigentlich sein Geld zurückkriegen. Wie bitte soll ich einer Mannschaft in der Arena zujubeln, die so inkonstant spielt, dass es für die Fans nur noch Verarsche sein muss. Viele verstehen nicht, dass man damit unserem Sportdirektor z.B. zu verstehen geben: „Ja, an sich unterstützen wir ja das Team und hoffen, jetzt kommt die Wende!“. Nein, eigentlich sollte diese Mannschaft aktuell gar nicht unterstützt werden. Mir tun nur sehr, sehr wenige Spieler Leid. Eigentlich sollte beim Warm-Up schon ein gellendes Pfeifkonzert zeigen, dass es so nicht möglich ist, ein Gefühl von „Wir“ weiter zu erzeugen, wenn die Mannschaft es nicht schafft, auch mal mehr als 3 Spiele am Stück – im Moment selbst das Wunschdenken – zu gewinnen. Das schafft sogar Iserlohn. Oder Bremerhaven. Respekt dafür übrigens auch!

Woran liegt das? Wahrscheinlich am Trainer (das meine ich nicht ironisch!). Es ist sein Job – J – O – B – Spieler, die keine Leistung bringen irgendwann auch mal auf die Tribüne zu setzen, Auszeiten zu nehmen, auch mal zu zeigen, ich kann laut werden (öffentlich, nicht nur (wenn überhaupt) in der Kabine), ich habe einen Plan. Aber CCC hat keinen Plan! Null! Schönreden hier, Haimspiel-Interview da, usw. Wenn ich morgen Trainer der Haie werden würde, würde ich folgendes sagen: „Wir müssen jetzt erst einmal Konstanz reinbringen und am Ende der Saison besser spielen, als jetzt. Das ist das Ziel. Unsere Defensive muss zur Stabilität finden und wir müssen wieder öfter das Tor treffen. Dazu werden wir trainieren und bereit sein für das kommende Spiel. Was zählt ist, dass wir Ende der Saison besser sind. Man muss aber auch verstehen, dass wir viele Verletzte haben, die die Reihen durcheinanderwirbeln, weswegen wir alle ein bisschen Verständnis erhoffen.“ Merkt man da was? Ich kann das auch und ich habe keinen Trainerschein! Also gebt mir den Job, ich mache ihn für wahrscheinlich viel weniger Gehalt. Harkonnon will ich dann aber als Co-Trainer. Einer muss ja von Eishockey eine Ahnung haben!

Wie habe ich gelacht beim Interview auf Haimspiel! Das ist anscheinend auch der Grund, warum der FC in der Bundesliga nicht gut spielt! Immer wenn ein Spieler eingewechselt wird, wird ja das Line-Up durcheinandergebracht. Da kann man schon mal verlieren! Nee, im Ernst: JEDER andere Verein kämpft mit Verletzungen, jeder muss Reihen auch mal ändern. Aber jeder andere Trainer versucht, die Kleinigkeiten richtig zu machen. Mir ist scheiß egal, ob Spieler sich danach ärgern, aber CCC hätte schon längst reagieren müssen und mal welche auf die Tribüne setzen müssen. Wir haben 5 Punkte Abstand auf Rang 13 (Düsseldorf) und die haben ein Spiel weniger! 5! Und ich Depp kaufe eine Dauerkarte bis zum möglichen Finale.

Fazit:
Immer die gleichen Aussagen. Wir halten wahrscheinlich noch bis eine Woche vor den Playoffs am Trainer fest, tauschen den dann doch noch gegen einen neuen aus, während erst danach (4 Jahres-Vertrag inklusive) bemerkt wird: „Ups, sind ja nur noch 2 Spiele und 7 Punkte Rückstand auf Rang 10!“. Das kann ich mir tatsächlich vorstellen! Kein Witz!

Und ich verstehe wirklich nicht, wie die Fans in der Arena die Mannschaft nicht KONSEQUENT auspfeifen. Kein Banner, kein „Clouston raus“ (aus dem Umfeld höre ich, dass fast jeder will, dass ein neuer Trainer kommt). Wahrscheinlich erst am letzten Spieltag, wo endgültig feststeht, dass wir 13. werden, einen Rang hinter Düsseldorf! Ich erkenne noch nicht mal Frust bei den Spielern. Die müssten doch richtig genervt sein vom eigenen Spiel oder einigen Spielern. Da ist aber nur Gleichgültigkeit. Nur Gleichgültigkeit.

Und das Schlimme ist: in all den Jahren als Fan, in all den Jahren nicht EINMAL keine Lust gehabt, zu den Haien zu gehen, aber diese Saison schaffen die Haie das tatsächlich, dass auch ich Gleichgültigkeit entwickele gegenüber Eishockey.

Übrigens dachte ich auch an Krüger oder Huras als neuen Trainer.

Zu guter letzt, @harkonnon: ich dachte, genau dasselbe! Hoffentlich endet das Spiel 10:0. Vielleicht bin ich kein wahrer Fan dadurch für einige. Ich sage, ich bin GERADE deshalb wahrer Fan, weil ich das als einzige Chance sehe, dass sich was ändert und wir aus diesem Trott rauskommen und endlich zeigen, dass wir in der Lage sind, KONSTANT stark zu spielen. Wäre ich kein Fan, wäre mir das alles so egal, dass ich mich nicht mal hinsetzen würde, um diesen Beitrag zu schreiben.
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Re: Diese Saison...

Beitragvon Marathonman » Sa 18. Nov 2017, 20:15

Ja. Genauso geht's mir auch.
Ich ertappe mich jetzt immer wieder dabei, das ich ein Spiel emotionslos verfolge.
Dafür ist mir meine Zeit zu schade und das Geld für die Dauerkarte zuviel.
Das sind nicht mehr meine Haie.
Manchmal wünsche ich mir den Weg der Frankfurter.
Jedenfalls werde ich morgen zum erstem Mal seit vielen Jahren nicht bei einem Pflichtspiel in der Halle sitzen
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