Wettrüsten in der DEL und Auswirkungen

Über den Tellerrand: Wie schaut es bei unseren Konkurrenten aus?

Wettrüsten in der DEL und Auswirkungen

Beitragvon ICECOLD » Mo 13. Feb 2017, 17:52

Wettrüsten der Top4-Mannschaften
Die Deutsche Eishockey Liga ist tatsächlich in der Spitze so stark wie noch nie aufgestellt. Aber für welchen Preis? Ein Wettrüsten der Top4-Mannschaften aus München, Nürnberg, Mannheim und Köln lässt erahnen, dass das Einhalten von Saisonbudgets aktuell keine übergeordnete Rolle spielt. Die Kölner Haie hatten vor dem Transfer von Nico Krämmer die Saisonplanungen eigentlich abgeschlossen. Einen Spieler des Niveaus von Krämmer zu holen, der kurzfristig auf dem Markt war durch das Aus der Hamburg Freezers, war verständlich. Mit dem Ehrhoff-Transfer haben die Haie zudem ein Ausrufezeichen in der Liga setzen können. Auch der Transfer von Bolduc ist verständlich, da der Spieler nur jetzt auf dem Markt war und direkt für die nächste Saison gebunden werden konnte.
Ein ähnliches Wettrüsten fand aber auch an den anderen Standorten statt. Fakt ist bereits jetzt: Zwei der vier Top4-Mannschaften werden spätestens im Halbfinale ausscheiden. Dies wäre bei der aktuellen Konkurrenz sportlich keine Schande. In Bezug auf die überhöhten Budgets ist das finanzielle Risiko der Verantwortlichen und Eigentümer aber groß. Nicht mit einberechnet: Überraschungssiege und ein Halbfinale mit Teams, mit denen man zum aktuellen Zeitpunkt gar nicht rechnet…

http://www.haimspiel.de/torwart-garnett-nach-koeln/

Bei Mannheim und München würde ich mir überhaupt keine Sorgen um die Finanzen machen.

Auswirkungen auf die anderen Clubs:
-sich aus der DEL verabschieden
-Wettrüsten mitmachen und Pleite gehen
-kein Platz im Team für Nachwuchsspieler
-geringeres Zuschauerinteresse, weil ein paar Clubs die Meisterschaft unter sich ausmachen
-wenn Gesellschafter aus Alters oder anderen Gründen aussteigt, ist der Club am Ende
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Re: Wettrüsten in der DEL und Auswirkungen

Beitragvon ICECOLD » Di 14. Feb 2017, 13:00

Wie es scheint, wollten sie sich auf dem Transfermarkt sogar noch einmal verstärken.

Nach Informationen dieser Zeitung wollten die Haie den kanadischen Torhüter Michael Garnett (34) vom KHL-Cub Medveszak Zagreb verpflichten, um sich für den Fall einer Verletzung ihres Star-Torhüters Gustaf Wesslau abzusichern.
– Quelle: http://www.rundschau-online.de/25724852 ©2017

Der hat in Bern unterschrieben.
Sonst wären die Ausgaben noch weiter nach oben getrieben worden.
Vielleicht kommt noch ein guter Torhüter auf dem Markt.
Geld scheint ja ausreichend da zu sein.
Was sehr seltsam und unehrlich für mich scheint.
Erst versucht man einen Torhüter zu verpflichten und dann sagt man.
Ne, wir wollen die Torhüterposition nicht absichern.
Wir verpflichten keinen Torhüter.
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Re: Wettrüsten in der DEL und Auswirkungen

Beitragvon SECHSAUFEIS » Di 14. Feb 2017, 14:50

Da du ja ausschließlich nur den KEC zum Beispiel nimmst.... Man darf auch die andere Seite sehen:

Wir haben sogar mehr Personal auf der Geschäftsstelle eingestellt für Sponsoren, Marketing, Betreuung.... etc.
Es macht sich auch bezahlt: Die Haie waren Jahrzehnte (gefühlt!) noch nie so gut und breit aufgestellt wie heute!!!
Vom ersten Tag an alle Banden und Bullykreise belegt, Helmwerbung weg. Das hatten wir Jahrelang nicht. Ein riesiger Sponsoren Pool wurde aufgebaut in den letzten 4 Jahren und wird betreut von A-Z und es scheint im Moment eine Klasse Gemeinschaft vom Fan, den Spielern, über die Mitarbeiter, zu den Sponsoren und zu den Gesellschaftern.


Man kann Sport nicht planen, aber verdient hätten wir es längst mal wieder ... 4 Vizes seit 2003 sind auch irgendwann genug.
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Re: Wettrüsten in der DEL und Auswirkungen

Beitragvon SECHSAUFEIS » Di 14. Feb 2017, 14:58

Grundsätzlich für die Liga sollte man aber vielleicht bei dieser Entwicklung über ein Salary Cap nachdenken, sonst wird es unbezahlbar und driftet weiter auseinander.
Das Positive aus finanzieller und Sponsoren Sicht für alle Vereine ist sicherlich die neuerliche TV / Internet...etc. Präsenz des Eishockeys seit dem letzten Sommer.
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Re: Wettrüsten in der DEL und Auswirkungen

Beitragvon MeisterYoda » Di 14. Feb 2017, 15:05

Ich kann Sechsaufeis nur beipflichten. Es ist von Seiten der Haie noch nie so viel getan, um neue Sponsoren zu finden und diese über einen längeren Zeitraum zu halten. Wir waren noch nie so professionell in der Außendarstellung aufgestellt. Es macht sich bemerkbar, dass hier seit einiger Zeit Menschen aus der freien Wirtschaft das Zepter schwingen, die sich mit Netzwerkarbeit auskennen und dies auch hier etabliert haben.
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Re: Wettrüsten in der DEL und Auswirkungen

Beitragvon harkonnon » Di 14. Feb 2017, 17:47

Es ist sicher so das es derzeit ein Wettrüsten der grossen 4 gibt und da kann man durchaus auch als Fan der 4 Vereine kritisch oder besorgt drauf blicken


Aber mein lieber Icecold

deine Ängste und Thesen die daraus für andere Clubs ableitest ganz besonders weil es bei deinem Klub nicht läuft und da sind die Probleme definitiv hausgemacht bzw Stadtintern begründet und nicht durch das "Wettrüsten" verursacht.

Aber zu deinen Punkten der Auswirkungen auf andere und auch wenn du es nicht aussprichst kleinere finanzschwächere Klubs der DEL

Ich fange mal ganz unten an
Wenn irgendwo in der DEL der Macher/Gelgeber/Gesellschafter nenn ihn wie du willst, aussteigt dann hat jeder DEL Klub Probleme und wenn er keinen anderen findet dann gehen die Lampen aus, das ist in München und Manhheim nicht anders als in Köln oder Nürnberg und du kannst das ganz runter weiter fortsetzen bis nach Krefeld, Dorf oder Wolfsburg. Oder auch wie man zu Saisonbeginn gesehen hat in Hamburg und auch in Berlin mit dem selben Besitzer sieht das kein bischen anders aus

Das ist aber ein neues Phänomen noch eines das mit dem Wettrüsten in Verbindung steht. sondern das war schon immer so im deutschen Eishockey. Die Sportart trägt sich nun mal auf dem Level auf dem sie betrieben wird nicht von den zu generierenden Einnahmen. Das trifft aber auch auf DEL 2, Oberliga etc zu
Ist also auch kein Ding das DEL spezifisch ist, im Gegenteil in den Ligen darunter dürfte der Anteil an Klubs die erst mal aussteigen müssen erheblich höher sein

dann zum Punkt geringeres Zuschauerinteresse weil immer die selben Klubs die Meisterschaft unter sich ausmachen

So what' new ? Seit der Jahrtausendwende haben gefühlt die Eisbären alles und immer gewonnen mit ein paar Intermezzos von ein paar Anderen, davor war es Mannheim , davor Düsseldorf und Köln und wenn du noch weiter in die Vergangenheit abschweifst siehst du den EV Füssen und den Berliner SC auch in Dauerschleife als Titelträger

Hat sich nie wirklich auf das allgemeine Zuschauerinteresse niedergeschlagen, sicher immer mal da wo der Misserfolg zu Hause war, aber nicht auf das Grosse Ganze bezogen. Und es kamen eben immer wieder neue Standorte dazu die das Geschrei der Klubs die auf einmal nicht mehr mithalten konnten und sich so systemrelevant fühltem ad absurdum geführt haben. Manche Standorte haben sich erneuert manche nicht so ist der Lauf der Dinge, aber jedesmal gleich ist der grosse Aufschrei der Krisenklubs kurz vor dem Abkacken das es ohne sie ja so uninterssant ist in der DEL/Bundesliga wie immer die Liga gerade heisst.
Wer vermisst effektiv Kassel oder Frankfurt oder Hannover selbst Hamburg als verloren gegangene Großstadt mit einer Million Einwohnern konnte aufgefangen werden. Das in Bremerhaven jetzt nicht 9000 Zuschauern kommen ist auch klar aber was wichtig auswärts hat Hamburg auch nicht mehr Zuschauer angelockt als Bremerhaven und zu Hause haben die ja nun unumstritten ne solide Auslastung der Halle

dann zum Punkt kein Platz für Nachwuchsspieler

Ich weiss gar nicht was das aussagen soll.
Köln, Mannheim und auch München sind 3 führende Ausbildervereine im Nachwuchsbereich also 3 von 4 Grossen tun was bzw mehr als sie müssten. Das die Nachwuchsspieler dann nicht unbedingt nen Platz im eigenen Team finden sondern sich woanders umsehen müssen, ist doch super für die kleinen Teams. Die grossen bilden aus die kleinen kriegen die Nachwuchsleute ab, vor allem die kleinen die sich das Geld für Nachwuchsarbeit sparen. Würden allerdings ALLE ihren Teil gleichermassen zum Pool der Nachwuchsarbeit beitragen gäbe es das Problem gar nicht erst, im Gegenteil dann wäre im Idealfall kein Platz für Nachwuchsspieler da weil es genug gute Spieler gibt.


tja zum Punkt Wettrüsten mitmachen und Pleite gehen
sicher ein Thema, aber wer zwingt die kleinen Klubs dazu das zu tun, was ist verkehrt an einem ehrlichen 8. bis 10. Platz in der ersten Liga ? Ist doch in anderen Sportarten nicht anders. Da kann der 1.FC köln auch nicht mit Dortmund, Bayern etc mitrüsten und wenn man das vernünftig macht dann hat man auch ohne Wettrüsten einen vorzeigbaren sportlichen Erfolg. Übrigens auch im so verhassten Red Bull Leipzig oder Hoffenheim denn die haben nicht einen echten teuren Star im Team, die könnten das wahrscheinlich sogar aber die gehen doch genau den Weg über den Nachwuchs bzw junge Spieler die sich da entwickeln
Pleite gehen bzw absteigen tun nur die DUMMEN Klubs die die Zeichen der Zeichen der Zeit nicht erkennen und meinen sich mit mit teuren abgehalfterten Altstars ein bischen Glamour erkaufen zu müssen. Beispiele gibt es genug


womit wir zum Punkt kommen sich aus der DEL verabschieden
Ich würde wirklich bedauern wenn Krefeld sich aus der DEL verabschiedet, oder Düsseldorf, vielleicht sogar Iserlohn. Aber unter dem Strich wird das ausser bei den jeweiligen Klubs vor Ort keinerlei Auswirkungen haben. Die DEL ist sowieso mindestens um 2 Teams zu groß dimensioniert, bei der momentan real existierenden deutschen Spielerzahl vielleicht sogar 4-6 Teams zu groß
Trotzdem sieht man ja Hamburg geht raus Bremerhaven kommt rein, Kassel ging raus Schwenningen kam wieder rein, wenn jetzt Krefeld oder Dorf oder Iserlohn rausfallen würden, stehen wahrscheinlich Frankfurt, Kassel und Konsorten die sich vor Jahren mit viel Gejammer und Gezeter aus der DEL verabschiedet haben direkt Gewehr bei Fuß. Die DEL 2 tut doch eh kaum was anderes als über mangelnde Aufstiegsregelung zu reden. Und wenn dann am Ende doch keiner will, wie geagt eine DEL mit 12 Teams wäre kein bischen unattraktiver als eine mit 14. Vielleicht wäre das sogar ein Segen denn früher oder später wird sich schon die die richtige Standortkonstellation ergeben und hoffentlich dann ohne solchen Totgeburten wie Wolfsburg (mir fallen sigar noch paar Namen mehr ein)

Es ist sicher bedenklich was gerade bei den TOP 4 Teams in Punkto Meisterschaft JETZT abläuft und ich hoffe man übernimmt sich nicht, bzw das demnächst wieder etwas mehr finanzielle Disziplin eintritt.
Aber ganz ehrlich, die DEL krankt seit Jahren vor allem daran, das die Mehrzahl der kleineren Klubs in Abstimmungen alles blockiert was zu mehr Professionalismus, besserer Nachwuchsarbeit etc etc führt, sprich ja nichts ändern wenn es was kostet und möglichst immer auf dem Status Quo bleiben das der schwächste Standort nur ja nicht rausfällt

Jetzt lassen die Grossen halt mal auf anderer Ebene die Muskeln spielen und vielleicht erleben wir auch gerade eine Phase des Standortdarwinismus und da ist es durchaus möglich das es für diverse Standorte eben nicht mehr reicht und die grossen 4 bis 5 (Berlin zähle ich mal weiter dazu) den Ton angeben und vielleicht in einer (erst mal) kleineren DEL dafür mit professionelleren Strukturen tortzdem den Sport voranbringen. Wie gesagt um den Standort Krefeld würde es mir grundsätzlich leid tun denn hier sind ja nicht die üblichen Problemchen (veraltete Halle, keine Nachwuchsarbeit, dauerhaft mangelndes Zuschauerinteresse, nicht mal das Einbürgern von allem was nicht bei 3 auf dem Baum ist) vorhanden wie in einigen anderen Standorten, aber vielleicht wäre ein heilsamer Schock und ein komplettes Neuaufstellen der verkrusteten Klubstrukturen auf Dauer ein Segen für Krefeld und wenn man das richtig anpackt könnte man ganz anders dastehen als dieses jämmerliche Bild derzeit, wo der Provinzmief von gestern aus allen Poren trieft. Und im Dorf nebenan sieht es ja letztlich nicht viel anders, auch denen würde es wahrscheinlich gut tun sich mal komplett neu zu erfinden anstatt sich jede Saison von Rettungsring zu Rettungsring zu hangeln nur um sich krampfhaft über Wasser zu halten.

Ich kann das aus Haie Sicht natürlich derzeit (oder eigentlich aus vergangener Erfahrung gewohnt) recht entspannt sehen, hier hat sich bislang immer in solchen Zeiten der grössten Not jemand gefunden der den Klub nicht nur am Laufen gehalten hat sondern auch mit ein wenig Anlauf grösser und besser wieder neu aufgestellt hat. Aber auch hier war man schon mehr als einmal in der Situation in der sich Krefeld gerade befindet, aber auf das Chaos das alte Mäzene hinterlassen haben folgte eben ein neuer der viele alte Zöpfe gottseidank komplett abgeschnitten hat.
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Re: Wettrüsten in der DEL und Auswirkungen

Beitragvon ICECOLD » Mi 15. Feb 2017, 11:56

Zuerst mal der Artikel wurde von "haimspiel" geschrieben. Sorge macht man sich über die Entwicklung also auch auf "Kölner Seite".

Wenn man sieht, welche Hochkaräter in Köln auf der Tribüne sitzen, wie soll es da ein Nachwuchsspieler in die Mannschaft schaffen.
Vielleicht wurden deshalb zuletzt zu viele ältere Spieler in der DNL-Mannschaft eingesetzt. Damit die überhaupt spielen konnten.
Der DEB hat das dann durch Punkteabzug bestraft. Ist aber nur eine Vermutung.

Hab heute einen Artikel über RWE gelesen, darin Otto Rehhagel:
"Soll ich ehrlich sein? Tradition schießt keine Tore. Wir müssen einen Sponsor finden, der das alles aus der Portokasse bezahlt. Wir brauchen unsd doch nichts vorzumachen.
Die Zeiten haben sich geändert. Oben stehen die Vereine, die Geld haben."
Das gleiche gilt inzwischen für Eishockey.
Wofür braucht man da noch einen Geschäftsführer, wenn man sich nicht bemühen muss, möglichst die Ausgaben durch die Einnahmen zu decken.
Bin gespannt, was passieren würde, wenn man früh aus den Playoffs fliegt.
Woran ich allerdings nicht glaube.
CHL ist auch nicht sicher. Da es nur noch drei Plätze gibt.
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Re: Wettrüsten in der DEL und Auswirkungen

Beitragvon Eismurmel » Mi 15. Feb 2017, 12:18

ICECOLD hat geschrieben:....
Wenn man sieht, welche Hochkaräter in Köln auf der Tribüne sitzen, wie soll es da ein Nachwuchsspieler in die Mannschaft schaffen.
Vielleicht wurden deshalb zuletzt zu viele ältere Spieler in der DNL-Mannschaft eingesetzt. Damit die überhaupt spielen konnten.
Der DEB hat das dann durch Punkteabzug bestraft. Ist aber nur eine Vermutung.....
Es gab Punktabzug, weil zu junge Spieler eingesetzt wurden....
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Re: Wettrüsten in der DEL und Auswirkungen

Beitragvon harkonnon » Do 16. Feb 2017, 03:31

ICECOLD hat geschrieben:Zuerst mal der Artikel wurde von "haimspiel" geschrieben. Sorge macht man sich über die Entwicklung also auch auf "Kölner Seite".

Wenn man sieht, welche Hochkaräter in Köln auf der Tribüne sitzen, wie soll es da ein Nachwuchsspieler in die Mannschaft schaffen.
Vielleicht wurden deshalb zuletzt zu viele ältere Spieler in der DNL-Mannschaft eingesetzt. Damit die überhaupt spielen konnten.
Der DEB hat das dann durch Punkteabzug bestraft. Ist aber nur eine Vermutung.
also erstmal wie Eismurmel schon dargelegt hat, waren die Spieler nicht zu alt sondern zu jung.
dann haben die Haie beide Spiele auch noch gewonnen btw afaik gegen Krefeld, warum hätte man auch sonst werten sollen. Aber das ist deutsche Nachwuchsförderung par excellence, du wirst dafür bestraft das deine Nachwuchsarbeit schon bei den jüngeren Jahrgängen zu gut/bzw gut genug ist. Nicht das irgendwann mal einer die DNL mit ner vom Alter her Knaben-Mannschaft aufmischt könnte peinlich werden für die anderen.

Und auch wenn das nicht schön ist das es derzeit keine Nachwuchsspieler in den Haie Kader schaffen, wo ist der Punkt ? Die Junghaie sind Tabellenführer der DNL letztes Jahr auch schon. Ist doch supergut für die Wolfsburgs, Straubings, Schwenningens, Bremerhavens (und wie sie noch heissen) dieser Welt.
Die Haie sind führend in Punkto Nachwuchsarbeit in Deutschland und bringen junge Spieler in den Pool der Nachwuchskräfte. Ob die dann letztendlich in Schwenningen (wie Schmölz) in Wolfsburg (wie Pfohl), in Straubing (wie ähem Oblinger) im Dorf (wie Preibisch) in Nürnberg bzw Krefeld (wie Mebus) oder in Bremerhaven (wie Tiffels) ihre DEL Bestimmung finden ist doch vollkommen egal. Die meisten der für eine Profikarriere in Frage kommenden deutschen Talente, betreiben doch eh spätestens zu DNL Zeiten Vereins-Hopping je nachdem wo es gerade ähem "am schönsten" ist.

apropos Nachwuchskräfte die es nicht in den Kader des Stammvereines schaffen
bei uns spielt so ein langer Labbes mit der #27, den hat man in Krefeld gewogen und für zu schlecht befunden. Ok diese Saison ist auch hier jeder überrascht davon wie gut er spielt, aber auch vorher schon hat der hier schon nen soliden Job als #7 Verteidiger (oder bei Bedarf auch mehr) ausgefüllt.
Ist also nicht so das im Haiekader nur die von oben abgeschöpften Sahnestückchen aus dem Spielerpool aufgeschlagen sind.

So richtig interessant sind natürlich die Nachwuchspieler die den Sprung in den Profi DEL Kader gar nicht erst schaffen, bzw nur kurzfristig, weil sie dann nämlich über den Teich abhauen.
Leider verlieren die dann oft mehr oder weniger ihre Affinität zum Stammverein.
Da kann man jetzt drüber rumheulen oder es auch lassen.

Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern das hier grosse Trauer ausgebrochen ist, das ein Greiss oder ein Pätzold, sogar ein Pielmeier danach lieber woanders ihre Zelte aufgeschlagen haben. Obwohl beim Draisaitl in ca 15 Jahren könnte das hier durchaus passieren
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Re: Wettrüsten in der DEL und Auswirkungen

Beitragvon iiivan » Do 16. Feb 2017, 09:15

Mit dem Nachwuchs war's immer schon so. Wenn du aus dem eigenen Nachwuchs kommst, ist's wahrscheinlich immer besser, zuerst woanders zu spielen und dann da zu bleiben (Beispiel: Gogulla), oder nach vielen Jahren wieder zurückzukommen (Beispiel: Hospelt, oder Kreutzer in D'dorf, Boos u.a.)
Hauptsache ist doch, es gibt gute Nachwuchsspieler, die sich in der Liga durchsetzen. Und wenn die gut sind, dann setzen sich sich auch durch.
iiivan
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