DNL-Saison 2014/15

Die Stars von morgen: DNL und weitere Teams des Haie e.V.

Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon harkonnon » Do 26. Mär 2015, 22:34

Frage an die mehr involvierten hier

Mannheim hat ja in den letzten Jahren eigentlich immer eine recht dominante DNL Truppe gestellt für die Niederlagen eher etwas ungewöhnliches waren.

Wenn die Junghaie jetzt als #1 Seed in die Playoffs gegangen sind und die Saisonbilanz gegen Mannheim bisher
Die bisherigen Ergebnisse dieser Saison aus KEC-Sicht: 2:5, 1:7, 3:6, 2:3 und 0:5.
so aussieht frage ich mich es passieren konnte das die trotzdem nur Zweiter waren.

Wo haben die die Punkte gelassen und gab es dafür Gründe ? (wie zB Verletzungen, Experimente,Überheblichkeit)
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon the boss » Fr 27. Mär 2015, 08:51

also EIN Punkt
war die 0:5 Niederlage am letzten Hauptrundenspieltag gegen Regensburg nachdem die Adler einen Tag zuvor 11:0 ( :!: ) gegen die selbe Mannschaft gewonnen hat

das sah schwer danach aus, als wollte mannheim nicht gegen Tölz spielen im HF. Natürlich reine mutmaßung, aber bei dem ergebnis auch naheliegend...


dann spielt Mannheim dieses Jahr mit einem SEHR jungen Kader für DNL-Verhältnisse
sie spielen mit
95er: 1
96er: 7
97er: 8
98er: 15
99: 2
00: 1

Köln bspw. spielt mit
95er: 4
96er: 10
97er: 6
98er: 6
99: 6
00: 1

( ich weiß selbst, dass davon nicht alle regelmäßig spielen/gespielt haben, aber anhand der fünfzehn 98er bei Mannheim lässt sich da schon eine deutliche tendenz erkennen)

Mannheim spielt also beinahe mit einer erweiterten u17. Und dafür ist die Leistung ziemlich ziemlich stark finde ich ;)

weitere Punkte im Saisonverlauf dürfen andere gerne hinzufügen :)
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon the boss » Fr 27. Mär 2015, 10:16

ich ergänze mal selbst...

(allerdings nur von der jungadler homepage, die da sicherlich nicht neutral ist ;)
Die Jungadler zeigten in dieser Saison eine grandiose Vorrunde, die sie mit 80 % der möglichen Punkte souverän als Erster abschlossen. Dann folgte eine durchwachsene Hauptrunde. Viele Termine mit der Reise nach Amerika, den Freundschaftsspielen gegen die russische U 19 und die Abgabe vieler Spieler in die Nationalmannschaften, machten den Jungs zu schaffen. Dennoch hatten Sie es am letzten Spieltag gegen Regensburg noch selbst in der Hand, die Tabellenspitze zu erobern. Dies gelang nicht, so dass die Hauptrunde auf Platz 2 abgeschlossen wurde.
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon the boss » Fr 27. Mär 2015, 13:21

Samstag ist übrigens schon jetzt AUSVERKAUFT
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon Tatanka » Fr 27. Mär 2015, 19:09

harkonnon hat geschrieben:Frage an die mehr involvierten hier

Mannheim hat ja in den letzten Jahren eigentlich immer eine recht dominante DNL Truppe gestellt für die Niederlagen eher etwas ungewöhnliches waren.

Wenn die Junghaie jetzt als #1 Seed in die Playoffs gegangen sind und die Saisonbilanz gegen Mannheim bisher
Die bisherigen Ergebnisse dieser Saison aus KEC-Sicht: 2:5, 1:7, 3:6, 2:3 und 0:5.
so aussieht frage ich mich es passieren konnte das die trotzdem nur Zweiter waren.

Wo haben die die Punkte gelassen und gab es dafür Gründe ? (wie zB Verletzungen, Experimente,Überheblichkeit)
Daß die DNL, enschließlich Mannheim, enger zusammengerückt ist, ist für mich ein guter Indikator für den Abwärtstrend des deutschen Nachwuchshockeys. Mannheim hat sich in den letzten Jahren deutschlandweit immer die herausragenden Nachwuchsspieler geangelt. Aber nun sind diese Spieler kaum noch besser, als die, die nicht zu den Adlern gehen.
Sicher, die Qualität reicht immer noch für einen DNL-Titel, was vor allem dem geringeren Leistungsunterschied der hinteren Reihen zu verdanken ist, aber vieles läuft dort über die Napravnik/Lambacher-Reihe.
Dahinter sind die Jungs zwar im DNL-Vergleich gut, aber nicht so dominant, wie noch in den vergangenen Jahren, wo es kaum Unterschiede zwischen den ersten drei Reihen gab.
Daß die Mannheimer eine junge Mannschaft haben, ist zwar richtig, doch die vom letzten Jahr war sogar noch jünger und leider setzen die Adler nun schon im zweiten Jahr Overage-Spieler ein, was auch als Zeichen mangelnder Qualität zu sehen ist, denn davor hatte man sowas überhaupt nicht nötig. Leider nimmt der Trend ständig das gesamte Kontingent an Overagern einzusetzen immer mehr zu, was die Ausbildung jüngerer Spieler noch weiter zurückwirft und die deshalb in der folgenden Saison noch nicht als tragende Stützen angesehen werden und deshalb wieder auf Overage zurückgegriffen wird. Ein Teufelskreis zum Nachteil des gsamten Eishockeynachwuchses.
Selbst in Tölz, wo man zwei komplette Schülermeisterjahrgänge vorweisen kann, setzt man Overage-Spieler ein, obwohl man dort im Umfeld zu der Erkenntnis gelangt ist, daß diese nicht besser sind. Traurig, traurig...
Daß die Mannheimer allerdings absichtlich gegen Regensburg verloren haben, halte ich für mehr als abwegig. Zum einen war der Sieg am Vortag wohl zu leicht, denn so geht man vom Kopf her schon mit einem 11:0 Vorsprung ins zweite Spiel (sowas kenne ich auch von den Eisbären ;) ) und wenn du dann bei einem Schußverhältnis von 11:3 mit einem 0:3 aus dem Drittel gehst, fehlte wohl die Konzentration in allen Mannschaftsteilen und wie gesagt, es fehlt ihnen auch die große Qualität sowas noch locker drehen zu können.
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon the boss » Sa 28. Mär 2015, 00:54

du glaubst aber nicht ernsthaft den DNL stats oder? :lol: :lol: :lol:
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon the boss » Sa 28. Mär 2015, 13:55

back to business :)

auch heute soll es wohl wieder den STREAM geben hier: http://www.ustream.tv/channel/lotti23

Ansonsten den PS-Ticker: http://www.pointstreak.com/prostats/sco ... onid=13103

KÄMPFEN FÜR SPIEL 3 :!: :!: :!:
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon Tatanka » Sa 28. Mär 2015, 16:36

the boss hat geschrieben:du glaubst aber nicht ernsthaft den DNL stats oder? :lol: :lol: :lol:
Doch, weil ich zum Einen die Statistik bei unseren Heimspielen selbst erfasse und zum anderen weiß, wer das in Mannheim macht und diese Zahlen dort sich kaum von denen unterscheiden, die ich für unser Team erfasst habe. Man kann ja den Mannheimern einiges vorwerfen, aber dort wirst du als Gästeteam absolut professionell behandelt und auch der ernsthafte Umgang mit Statistiken ist dort um einiges besser, als in anderen DNL-Stadien, wo zum Teil gar keine Erfassung geschieht oder diese von irgendwelchen "Nicht-Spielern" erfolgt, die nicht wissen wie man die Statistik richtig erfasst oder sich mehr mit ihrem weiblichen Anhang sowie dem Smartphone als mit ihrer eigentlichen Aufgabe beschäftigen. ;)
Übrigens ist für mich der Verdacht nicht nachvollziehbar, wieso man nicht gegen Tölz, deren Formkurve zum Ende der Hauptrunde stark nach unten zeigte, im HF spielen und dafür lieber gegen die Eisbären, die mit vielen Punkten und starken Auftritten zum Ende der Hauptrunde eine gegenteilige Formkurve nachwiesen, antreten wollte. :roll:
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon Marty Murray » Sa 28. Mär 2015, 18:37

Glückwunsch nach Mannheim, einfach die viel reifere Mannschaft.

Wer soviel Überzahl nicht nutzen kann, der hat es dann im Endeffekt nicht verdient.
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon Quak » Sa 28. Mär 2015, 20:04

Tatanka hat geschrieben:
harkonnon hat geschrieben:Frage an die mehr involvierten hier

Mannheim hat ja in den letzten Jahren eigentlich immer eine recht dominante DNL Truppe gestellt für die Niederlagen eher etwas ungewöhnliches waren.

Wenn die Junghaie jetzt als #1 Seed in die Playoffs gegangen sind und die Saisonbilanz gegen Mannheim bisher
Die bisherigen Ergebnisse dieser Saison aus KEC-Sicht: 2:5, 1:7, 3:6, 2:3 und 0:5.
so aussieht frage ich mich es passieren konnte das die trotzdem nur Zweiter waren.

Wo haben die die Punkte gelassen und gab es dafür Gründe ? (wie zB Verletzungen, Experimente,Überheblichkeit)
Daß die DNL, enschließlich Mannheim, enger zusammengerückt ist, ist für mich ein guter Indikator für den Abwärtstrend des deutschen Nachwuchshockeys. Mannheim hat sich in den letzten Jahren deutschlandweit immer die herausragenden Nachwuchsspieler geangelt. Aber nun sind diese Spieler kaum noch besser, als die, die nicht zu den Adlern gehen.
Sicher, die Qualität reicht immer noch für einen DNL-Titel, was vor allem dem geringeren Leistungsunterschied der hinteren Reihen zu verdanken ist, aber vieles läuft dort über die Napravnik/Lambacher-Reihe.
Dahinter sind die Jungs zwar im DNL-Vergleich gut, aber nicht so dominant, wie noch in den vergangenen Jahren, wo es kaum Unterschiede zwischen den ersten drei Reihen gab.
Daß die Mannheimer eine junge Mannschaft haben, ist zwar richtig, doch die vom letzten Jahr war sogar noch jünger und leider setzen die Adler nun schon im zweiten Jahr Overage-Spieler ein, was auch als Zeichen mangelnder Qualität zu sehen ist, denn davor hatte man sowas überhaupt nicht nötig. Leider nimmt der Trend ständig das gesamte Kontingent an Overagern einzusetzen immer mehr zu, was die Ausbildung jüngerer Spieler noch weiter zurückwirft und die deshalb in der folgenden Saison noch nicht als tragende Stützen angesehen werden und deshalb wieder auf Overage zurückgegriffen wird. Ein Teufelskreis zum Nachteil des gsamten Eishockeynachwuchses.
Selbst in Tölz, wo man zwei komplette Schülermeisterjahrgänge vorweisen kann, setzt man Overage-Spieler ein, obwohl man dort im Umfeld zu der Erkenntnis gelangt ist, daß diese nicht besser sind. Traurig, traurig...
Daß die Mannheimer allerdings absichtlich gegen Regensburg verloren haben, halte ich für mehr als abwegig. Zum einen war der Sieg am Vortag wohl zu leicht, denn so geht man vom Kopf her schon mit einem 11:0 Vorsprung ins zweite Spiel (sowas kenne ich auch von den Eisbären ;) ) und wenn du dann bei einem Schußverhältnis von 11:3 mit einem 0:3 aus dem Drittel gehst, fehlte wohl die Konzentration in allen Mannschaftsteilen und wie gesagt, es fehlt ihnen auch die große Qualität sowas noch locker drehen zu können.
Wer würde sich denn am Stärksten dagegen stemmen, diese OA Spieler wieder abzuschaffen? Oder sind sich da alle Teams einig, dass die benötigt werden?

Glückwunsch an Mannheim!
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon Tatanka » So 29. Mär 2015, 19:40

Die meisten Clubs benötigen diese (oder glauben es), um die qualitativen Lücken, entstanden durch Vernachlässigung der Nachwuchsarbeit, ausgleichen zu können. Bei vielen steht auch der kurzfristige sportliche Erfolg im Vordergrund, denn im deutschen Eishockey hat man an vielen Standorten immer noch nicht begriffen, daß Nachwuchsarbeit zu aller erst der Entwicklung des Nachwuchses dienen sollte. Nein, sportlicher Erfolg ist gefragt und dann feiert man sich selbst weil man Zweiter oder Dritter geworden ist oder auch die Klasse gehalten hat. Und in der nächsten Saison braucht man dann wieder OA, weil die jüngeren Jahrgänge in der vergangenen Saison durch den Einsatz von OA zu wenig Eiszeit bekommen haben. Der berühmte Teufelskreis eben. Beim Initiator der OA-Regelung ging das drei Jahre gut, dann zerbrach der Krug und in Köln war es ja ähnlich, bis man als Folge dann abstieg.
In Mannheim hätte man sicher kein Problem mit der Abschaffung dieser Regelung. In Berlin hat man als einziger Club nie OA eingesetzt und auch in Tölz, so denke ich mal, kann man auf diese Spieler verzichten. Für alle anderen Standorte hege ich da große Zweifel, da man freiwillig den Schritt nicht zurück gehen würde.
So müßte dies wohl vom DEB angwiesen werden, wie ja auch die Einführung dieser Regelung gegen den Wilen aller damaligen DNL-Mitglieder angewiesen wurde. Doch da es sich beim DEB ja bekanntlich um einen "Beamtenbund" handelt und der Bock dort jetzt als Gärtner agiert, wird da nichts passieren. Der Staat schafft ja auch einmal eingeführte Steuern nicht mehr ab, selbst wenn das Bundesverfassungsgericht dies fordert. ;)

@ the boss
Jetzt, wo ich sehe wie gewissenhaft man in Köln selbst bei einem DNL-Finale die Schüsse erfasst, verstehe ich, wieso du keinerlei Vertrauen in derartige Statistiken hast. :lol:
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon Bloomaul » Mo 30. Mär 2015, 19:35

@Tatanka
Mannheim hat doch diese Saison gar keine OverAgler eingesetzt. Und letzte Saison auch nur, da der betreffende Spieler noch sein Abi gemacht hat. In so einem Fall, halte ich den möglichen Einsatz von OverAglern auch absolut für sinnvoll, da es in dem Alter um Ausbildung geht, und zwar nicht nur zum Hockeyspieler. Und auch von den Endjahrgängen wurden nicht mal alle eingesetzt.
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon Tatanka » Mo 30. Mär 2015, 20:13

Ha, mein Fehler, mir war so als wäre der Herr Kircher, der nur im HF und Finale zum Einsatz kam, ein 95er. :roll:

Ja, ursprünglich war die OA-Regelung auch nur für Spieler angedacht, die ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen hatten. Das wäre dann ja auch kein Problem gewesen, aber dann kam ja Füssen ...
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon harkonnon » Mo 30. Mär 2015, 20:32

Tatanka hat geschrieben:
@ the boss
Jetzt, wo ich sehe wie gewissenhaft man in Köln selbst bei einem DNL-Finale die Schüsse erfasst, verstehe ich, wieso du keinerlei Vertrauen in derartige Statistiken hast. :lol:
In Köln haben wir nicht mal Vertrauen in die Statistik von DEL Spielen :mrgreen:

Ganz besonders nicht in die Schußstatistik. Böse Zungen behaupten das der Torhüter des Jahres 2013/14 seinen Titel zu einem nicht unerheblichen Teil den Statistikern verdankt.


zu der Overage Problematik
Ok auf dem deutschen Top Level mag das zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Für kleinere Vereine aber eventuell essentiell wichtig um überhaupt spielfähige Nachwuchsteams in den Spielbetrieb zu bekommen, bzw drin zu halten. Fördert natürlich erst mal die Masse statt der Klasse. Andererseits etabliert man so aber auch das Nachwuchsteams von vielen Vereinen nicht mehr als teurer Firlefanz abgetan wird. Wenn man so irgendwann mal da hinkommt das sich der Pool an aktiven Eishockeyspielern vergrössert sicher nicht verkehrt.
Auf Anhieb macht mir da die Anwesenheit von 3 kanadischen DNL Spielern ausgerechnet bei einem Verein wie Rosenheim mehr Bauchschmerzen. Auch wenn einer davon der Sohn von Karl Friesen ist.

Wie ist denn derzeit genau die Overage Regelung ?
Früher durften es nur 3 sein und auch nur wenn sie schon im Vorjahr für den selben Verein aktiv waren.

Weitere Frage
Hat der immer grössere Nordamerika Exodus von Nachwuchsspielern etwas mit dem “Verwässern“ des Niveaus zu tun ? Und what about the Red Bull Team in der russischen Nachwuchsliga ? Das sind zwar nicht alles deutsche Spieler aber immerhin konnte Red Bull bereits dieses Jahr bei der U-20 WM das grösste Kontingent aller deutschen Vereine in der Nationalmannschaft stellen.
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon Tatanka » Di 31. Mär 2015, 20:03

Ok, ne Menge Fragen...
Also, Overage darf man fünf Spieler melden, von denen drei pro Spiel eingesetzt werden dürfen. Spieler mit einer A-Lizenz dürfen drei gemeldet werden und zwei kann man pro Spiel einsetzen.
Der Exodus nach Nordamerika hat für mich nur den Grund, daß die hier umjubelten Talente denken, sie könnten von den Scouts nicht wahrgenommen werden. Rein von der Ausbildung als Eishockeyspieler muß man da nicht hin, denn aus meiner Sicht kann man z.B. auch in die schwedische U18 oder U20-Liga wechseln, so wie es viele Dänen oder Slowenen machen. Ein gute Alternative stellt auch das von dir angsprochene MHL-Team von Red Bull. Das wird wirklich sehr professionell geführt und ist ordentlich fordernt. Reichtümer kann man aber weder in NA noch bei Red Bull verdienen. Da mußt du schon als Einäugiger in der DNL bleiben. ;)

Was die Kanadier beim SBR betrifft, so ist das für mich Ausdruck des immer mehr abfallenden Niveaus bei deutschen Spielern in der Breite. Und maßgeblich dazu beigetragen hat auch noch die unsinnige Erweiterung der DNL auf zwölf Teams. So holt man sich dann zwei Kanadier (den Herrn Friesen würde ih da mal außen vor lassen), um dem Abstieg zu entgehen und stellt mit dem in Köln ja sicher auch noch gut bekannten Herrn Weitzmann einen Overage ins Tor.
Überhaupt haben es junge Torhüter nicht leicht ausreichend Eiszeit in der DNL zu bekommen. Auch hier in Berlin hat man Probleme qualitativ diese Position für die DNL und FASS ausreichend zu besetzen und mußte so auf einen Ausländer zurückgreifen. Alles keine guten Zeichen für die Ausbildung in Deutschland.
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon Quak » Di 31. Mär 2015, 20:10

Tatanka hat geschrieben:Ok, ne Menge Fragen...
Also, Overage darf man fünf Spieler melden, von denen drei pro Spiel eingesetzt werden dürfen. Spieler mit einer A-Lizenz dürfen drei gemeldet werden und zwei kann man pro Spiel einsetzen.
Der Exodus nach Nordamerika hat für mich nur den Grund, daß die hier umjubelten Talente denken, sie könnten von den Scouts nicht wahrgenommen werden. Rein von der Ausbildung als Eishockeyspieler muß man da nicht hin, denn aus meiner Sicht kann man z.B. auch in die schwedische U18 oder U20-Liga wechseln, so wie es viele Dänen oder Slowenen machen. Ein gute Alternative stellt auch das von dir angsprochene MHL-Team von Red Bull. Das wird wirklich sehr professionell geführt und ist ordentlich fordernt. Reichtümer kann man aber weder in NA noch bei Red Bull verdienen. Da mußt du schon als Einäugiger in der DNL bleiben. ;)

Was die Kanadier beim SBR betrifft, so ist das für mich Ausdruck des immer mehr abfallenden Niveaus bei deutschen Spielern in der Breite. Und maßgeblich dazu beigetragen hat auch noch die unsinnige Erweiterung der DNL auf zwölf Teams. So holt man sich dann zwei Kanadier (den Herrn Friesen würde ih da mal außen vor lassen), um dem Abstieg zu entgehen und stellt mit dem in Köln ja sicher auch noch gut bekannten Herrn Weitzmann einen Overage ins Tor.
Überhaupt haben es junge Torhüter nicht leicht ausreichend Eiszeit in der DNL zu bekommen. Auch hier in Berlin hat man Probleme qualitativ diese Position für die DNL und FASS ausreichend zu besetzen und mußte so auf einen Ausländer zurückgreifen. Alles keine guten Zeichen für die Ausbildung in Deutschland.
Ich kenne mich jetzt in dem Bereich nicht so wirklich aus. Aber wenn ich importieren muss, um in einer ja eigentlich als Ausbildungsliga gedachten Liga spielen zu können. Dann ist das doch leicht Paradox? Klingt sehr danach, als müsste da man mal schleunigst und stark einiges überdenken. Wenn dieses Projekt 2027 oder wie das heißt tatsächlich Erfolg haben soll.
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon harkonnon » Mi 1. Apr 2015, 02:02

ok ich danke allen für ihre ausführlichen Antworten die mir auf jeden Fall auf die Sprünge geholfen haben.

Ich kann viele Bedenken verstehen, gebe aber zu Bedenken das dies natürlich auch irgendwie NUR die Sicht der Topvereine mit einer gesunden Grundstruktur ist.

Da sind natürlich viele individuelle Befindlichkeiten im Spiel.

Als neutraler aber immer interessierter inzwischen aber auch nur noch distanzierter Beobachter des Nachwuchstreibens in Deutschland würde ich mich aber freuen wenn man auf ALLEN Ebenen etwas mehr Weitsicht und etwas weniger Vereinsinteressen ins Spiel bringen könnte.

Die DEL wie sie sich momentan darstellt mit ihren 14 Klubs braucht etwa 210 deutsche Spieler mit DEL Niveau (ca 15 pro Team). Das kann reichen vom Youngster mit DEL Perspektive bis zum Dauerbrenner ala Lüdemann. von Niveau Ehrhoff (auch wenn der dann nicht lange hier bleibt) bis zum Niveau Hommel.

Bei einer durchschnitllichen Karrieredauer von ca 10 Jahren (ok hoch gegriffen ich weiß) bedeutet das das JEDER der 14 DEL Klubs pro Jahr 1,5 solcher DEL tauglichen Spieler ausbildet um die Liga gewissermassen selbstversorgend autark aufzusteleln
Hört sich wenig an ist aber zumindest heute immer noch eine Illusion wie wir alle wissen. Von daher kann ich schon das Bestreben des DEB verstehen die DNL auf mehr Teams (idealerweise 14) zu vergrossern. Auch wenn da sicher momentan die Qualität drunter leidet.

Nur wie soll das funktionieren wenn wie im Moment diese jährlich benötigten Talente aus 2 oder 3 Klubs kommen müssen. Und das Jahr für Jahr !
Also braucht man langfristig wahrscheinlich 14 gute Teams um diese Quote zu erfüllen

Sicher kann man über Spielmodi nachdenken die wie dieses Jahr auf eine recht frühe Konzentration der besten Teams abzielt.
Wie man diese Saison gesehen hat kann das aber auch zu Porblemen führen weil eine Gruppe stärker als die andere ist
Da man natürlich beim DEB wie angemerkt von Bürokraten, Selbstdarstellern und schlimmerem geradezu verseucht ist wäre da eine flexible Regelung nicht schlecht aber sehr illusorisch

Kleiner Vorschlag hierzu am Rande
Nachwuchsteams unterligen naturgemäss immer einer grossen Fluktuation gerade bei den Leistungsträgern. Von daher ist es noch schwerer als in Seniorenligen zu bestimmen ob Norden oder Süden gerade stärker sind. Deswegen rege ich mal eine Art Midseason Playoffs an. Jede Staffel zieht ihre Vorrunde durch wie in diesem Jahr. Danach folgt eine Playoffrunde Süd gegen Nord und zwar jeweils 1-8, 2-7,3-6 und 4-5. So kann man zumindest sportlich recht flexibel ermitteln wer die besten 8 Teams sind die dann in ener Hauptrunde die Playoffplätze für die Meisterschaft ausspielen. Die Top gesetzten Teams werden sicher kaum Probleme haben sich da durchsetzen aber gerade in den Bereichen Platz 3-6 jeder Staffel gäbe es zumindest einen faireren Vergleich als in der sturen Aufteilung die ersten 4 jeder Staffel.

Ok vielleicht nur Geschwafel eines immer noch verträumten deutschen Eishockeyfans mit Hoffnung auf Besserung, aber schön das wir wenigstens drüber gesprochen haben ;)
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon Quak » Mi 1. Apr 2015, 17:34

Also ich glaube kaum, das außer Berlin vlt. und Mannheim jemand in der Lage ist, diesen Output zu bringen. Köln, Krefeld usw. können vlt auf 1 Pro Saison kommen, aber das ist unwahrscheinlich. Also müssen wir darauf hoffen, das Kanada-Germanen fleißig weiter Spieler produzieren.
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon Tatanka » Mi 1. Apr 2015, 20:03

Und es sieht aus meiner Sicht noch viel düsterer aus, als sich so mancher vorstellen oder gar träumen kann.

@ harkonnon
Ich kann das Bestreben, die DNL breiter aufzustellen durchaus nachvollziehen, haben doch mehr als 95% der deutschen Spieler, die in den letzten Jahren in der DEL Fuß gefasst haben, in der DNL gespielt. Jedoch verbessere ich nicht die Qualität in dem ich einfach nur die Quantität erhöhe. In Hamburg z.B. liefen in dieser Saison einige Spieler im Endjahrgang auf, die es in Berlin vorher nicht in das DNL-Team geschafft hatten. Da sich deren Qualität nicht sichtbar erhöht hat, werden diese Jungs es schwer haben in der nächsten Saison irgendwo unterzukommen und so befürchte ich, werden wir ein paar von denen in der nächsten Saison als Overage wiedersehen, wo sie dann den jüngeren die Eiszeit wegnehmen werden. Man dreht sich im Kreis.
Ich hoffe nur, daß man für die DNL eine Lösung beim Modus findet, denn die Unterteilung in Nord und Süd hat (erwartungsgemäß) nichts gebracht und die Terminvergabe für die Hauptrunde war extrem schwierig, worauf sich die Saison aufgebläht dahinzog. Da würde dann eine Doppelrunde bei zwölf Teams die einfachste Lösung sein, denn auf die zwei Spiele mehr kommt es dann auch nicht mehr an.
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon harkonnon » Do 2. Apr 2015, 02:55

@tatanka

du hast natürlich vollkommen recht wenn du sagst, mehr Teams bedeuten nicht mehr Quantität an Qualität zumindest nicht kurzfristig

die Quantität an Qualität muß vorher schon ausgebildet werden damit die DNL ihre Hauptaufgabe leisten kann. Als deutsche Elite Nachwuchsliga genug gute Spieler produzieren umd die Profiligen DEL und DEL 2 mit genügend deutschem Spielermaterial zu versorgen um einen kontinuierlichen Pool zu haben der den Profiansprüchen genügt

nur und da werde ich jetzt idealistisch, mathematisch und philosophisch

Man kann sicher über die DEL als Konstrukt diskutieren aber das ist hier nicht der Platz.

Die DEL und die DEL 2 haben je 14 Teams (12 wäre vielleicht idealer aber es gibt durchaus 14 erstligataugliche und 14 zweitligataugliche Standorte in Deutschland von daher sage ich mal die 14 +14 Zahl is here to stay)

Jedes dieser Teams darf pro Spiel 2+19 Spieler aufstellen (ich fände 2+20 besser aber das kann man ja schnell wieder einführen) grob vereinfacht setzen sich diese 21 Spieler aus 9 Ausländern + 12 deutschen Spielern zusammen + noch eine Kaderreserve von ca 3 jungen deutschen Spielern die in der Regel eine Förderlizenz besitzen.

Wie ich schon mal grob vorgerechnet habe braucht die DEL also 15 deutsche Spieler für 14 Teams insgesamt also 210 DEL taugliche deutsche Spieler

Ich gehe von einer optimistischen durchschnittlichen Karrieredauer in der DEL von 10 Jahren aus (Alter 20-30)

Das bedeutet im Umkehrschluss man muß jedes Jahr ca 21 Spieler die den Profiansprüchen nicht mehr genügen durch Nachwuchs ersetzen

Die Aufgabe der DNL ist also jedes Jahr 21 Spieler mit DEL Perspektive zu produzieren

So weit so logisch

Wir wissen natürlich aus der Praxis im vergangenen wie gegenwärtigen Status Quo das dies nicht problemlos funktioniert

Warum nicht ?

Ganz einfache Mathematik

Wenn wir de facto NUR 4-5 Klubs haben die die Nachwuchsarbeit so ernsthaft und nachhaltig betreiben das sowohl Kontinuität als auch Qualität gewährleistet sind, kann die Struktur eines Kaders einer Altersklasse die den KERNzeitraum von 3 Jahrgängen (kleine Flexibilität dank Overage Regelung und Zugriff auf Schülerjahrgänge ist durchaus wünschenswert) umfasst eigentlich nur so aussehen jeweils 6-7 Spieler der 3 Jahrgänge bilden ein Team. Jedes Jahr scheiden die älteren aus und werden aus dem Schülerbereich durch neue Spieler ersetzt

Im grossen und ganzen das selbe Szenario wie in der DEL auch.

Wenn du aber den Bedarf von 14 Teams aus einem kleinen Kreis von 4-5 Teams die zudem noch nur 6-7 Spieler pro Jahr liefern können wirst du schnell an deine Grenzen stossen, denn egal wie gut man auch ausbildet von den besagten 6-7 sind nicht alle für eine Profikarrriere geeignet. Ich würde es mal so spliitten 2 von 6 haben DEL Potential 2 weitere DEL 2 Potential die resltichen 2 (oder3) verteilen sich auf Oberliga und andere Ligen oder beenden ihre Karriere aus beruflichen Gründen

Jetzt muß ich natürlich nicht mehr groß rechnen das auf diese Weise bei 5 Teams a 2 Spieler der Bedarf von 21 der DEL natürlich nicht abgedeckt werden kann. Dito die Situation in der DEL 2

Jetzt kann man natürlich den bisherigen Weg weiter gehen der da lautet Mannheim als Verein mit den besten Möglichkeiten pickt die grössten Rosinen raus, danach Berlin die zweitgrössten, dann meinetwegen Köln noch die übriggeblieben Rosinchen und die traditionell starken Nachwuchsklubs in Bayern Tölz, Landshut und Rosenheim tun noch ihr bestes mit dem was sie selber heranzüchten.
Wobei hier Vereinsnamen erst mal egal sind wegen mir kann man auch Krefeld Düsseldorf oder sonstwen einfügen.
Das Problem an der Struktur --- richtige Wettkampfhärte entsteht so nicht wirklich Beispiel Mannheim die praktisch jedes Jahr das überlegene Team stellen

Jetzt kommt natürlich der Knackpunkt den du zu Recht anfügst. Mit mehr Teams ändert sich an der Situation natürlich erst mal nichts, ausser das Leute wie du ja schon erwähntestr die in Mannheim in Berlin, in Köln nicht ins Team gekommen sind sich mit Newcomern ala Hamburg trotzdem im Wettbewerb mit starker Konkurrenz wiederfinden um so greift man vielleicht noch das eine oder andere übersehene Talent oder Spätentwickler ab (passiert überall auf der Welt nicht nur in Deutschland . aktuelles Beispiel der Herr Hammond in Ottawa)

Wenn man es aber langfristig schafft im Idealfall für jeden DEL Klub ein DNL Team zu etablieren das die Sache im Rahm,en seiner Möglichkeiten so ernsthaft wie möglich betreibt dann kommt man halt auf einmal nach einer sicherlich erst mal entstehenden Qualtätsbeule der DNL in die Situation das man mit einer durchschnittlich en jährlichen Quote von 1,5 DEL und 1,5 DEL2 Spielern den Bedarf besser abdecken zu können ganz einfach weil man 14X6 Spieler des älteren Jahrganges im Topspielbetrieb hat es wird dann sicher immer noch so aussehen das Mannheim eher 4 Leute pro Jahr ausstösst und Hamburg vieleicht alle paar Jahre mal einen, aber wenn die Spieler für das DEL 2 Niveau produzieren weil mehr Leute im DNL Spielbetrieb waren so what) und natürlich wünschenswerterweise mittelfristig bis langfristig die Qualität wieder steigt eventuell sogar auf ein höheres Level als bisher wenn irgndwann auch der dümmste DEL Klub kapiert das man so besser fährt als mit dem bisherigen Gewurschtel.

Alles sicher etwas idealisiert und NUR mit Zahlen begründet.
Mir ist schon klar das das an der aktuellen Realität weit vorbeigeht. Aber ganz im Ernst wollen wir die momentane Realität wirklich fortführen ?

Ich denke eine kontinuierliche Struktur wie ich sie aufgeführt habe

DEL 14 Teams jährlicher Spielerbedarf an deutschen Spielern 21
DEL 2 14 Teams jährlicher Spielerbedarf an deutschen Spielern 21 (vielleicht etwas weniger durch Einsatz von DEL FöLis + Altersteilzeit aus der DEL ausgeschiedener Spieler)

DNL 14 Teams jährliche Aufgabe Ausbildung von 42 Spielern für den Profibereich ~3 pro Team (50-50 für DEL und DEL 2)
und Bedarf von 6-7 Spielern pro Team durch ausscheidende Jahrgänge

Altersklasse Schüler alle Vereine (wie auch immer strukturiert) Ausbildung von jährlich ca 100 Spielern die das Niveau haben in der DNL zu bestehen (hier und in den Altersklassen darunter muß man den Hebel natürlich unmittelbar ansetzen)

hätte sicher eine vernünftige und nachhaltige Perspektive das Deutsche Profieishockey in die Bahn zu bringen

und diese Struktur verkraftet dann sogar auch den einen oder anderen Klub a la Iserlohn der besonders gewieft ist Spieler mit deutschem Pass (speziell in Kanada) zu finden und diese Schiene zu fahren. Man muss dem Klub ja keinen sportlichen Erfolg gönnen, damit es keine Nachahmer gibt ;) aber wenn man den deutschen Spielerpool um Leute wie Macek, Raedeke, Wruck oder wegen mir auch auch Mulock 2x, Olver oder Zepp um nicht zu sagen Tripp, Salmonsson und Breitkreutz oder Strahlmeier erweitert kann sehe ich das nicht unbedingt als Nachteil an wenn man die richtigen Schlüsse zieht und zB die Anzahl der Ausländer reduziert wenn man merkt oha jetzt haben wir genug deutsche Spieler in der Pipeline.

Hey dann verkraftet man sogar so was wie Wolfsburg, die zwar in der Richtung Nachwuchs gar nichts machen aber trotzdem einen guten Job mit der Weiterentwicklung eingekaufter junger Spieler hinzubekommen scheinen schon allein wegen des geringen Drucks von ausserhalb bzgl Zuschauerzahlen und Erwartungen des Sponsors ---- Ah ne das war jetzt doch vielleicht dann doch etwas zu viel, die braucht nun wirklich keiner :mrgreen: aber VW ist ja ein Global Player muß ja nicht bedeuten das die für immer und ewig in Orangetown spielen müssen. Vielleicht finden die ja noch nen Eishockeyinteressierten Standort in Deutschland der vom Zuschauerinteresse zu würdigen weiss das Eishockey ne geile Sportart ist. *hint *hint ein bischen Straubing ist überall
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon Tatanka » Do 2. Apr 2015, 12:00

Wenn man sich die Statistik zum Bedarf deutscher Spieler mal vor Augen hält, dann muß man sich nicht über extrem lange Laufzeiten und ebenso extrem dotierte Verträge für deutsche Spieler wundern. Was da zum Teil von Spielerberatern (auch schon für Nachwuchsspieler) aufgerufen wird, ist erschreckend.
Da braucht man dann auch nicht mit dem Finger auf Iserlohn zeigen, denn die können das sicher nicht bezahlen und greifen dann eben auf die Liste deutschstämmiger Ausländer (die auch von Spielerberatern angeboten werden ;) ) zurück. Da ist dann auch in Fankreisen oft viel Selbstgerechtigkeit vorhanden, denn Iserlohn ist im Gegensatz zu anderen DEL-Clubs schon länger bemüht ihren Nachwuchs zu fördern.
Dafür feiert man sich in Wolfsburg als "Ausbildungsschmiede" der deutschen Nationalmannschaft und wenn man sowas dann liest, kommt einem die Galle hoch.
Wie von dir erwähnt, muß man Änderungen in der Struktur viel tiefer ansetzen. So muß man sich überlegen, wie man die vielen kleinen Clubs an der Basis mit Know how unterstützen kann, gegebenfalls auch mit Patenschaften.
Auch bei der Schülerbuli ist eine Reform dringend notwendig, denn nach sechs Spieltagen stehen doch im Norden die drei Teilnehmer am Schülerendturnier fest. Und wenn man sieht wie schwer sich der DEB tut einen Ausrichter für dieses Turnier zu finden... Nur die DNL zu reformieren hieße das Pferd vom Schwanz aufzuzäumen.
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Re: DNL-Saison 2014/15

Beitragvon Tatanka » Do 2. Apr 2015, 12:55

Noch einen Nachtrag zur "Verwässerungsproblematik".
Gerade in der Spitze (DNL) sollte die Leistungsdichte konzentriert werden, denn wenn der "Einäugige", egal wie gut er trainiert oder agiert, unter den "Blinden" immer in der ersten Reihe spielt, wird er nie gezwungen sein auch mit dem zweiten Auge zu sehen. Bis zu einer bestimmten Ebene kann man sich sicher selbst motivieren, aber ständig an die Schmerzgrenze zu gehen und diese nach oben zu verschieben, daß schafft man leider nur durch Druck von außen, sei es vom Trainer oder der internen Konkurenz im Team.
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