Droht nun die Insolvenz ?

Im Büro des Chefs: Diskussionen rund um den Verein und die Fans. incl. Gerüchteküche
mirosikora11
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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von mirosikora11 » 05.05.2010, 10:52

Fussel hat geschrieben:
ICECOLD hat geschrieben:Wenns für die DEL nicht reicht, sollte man überlegen die Lizenz zurück zu geben.
Dann bekommt man immerhin 400 000 Euro von der DEL zurück.

Ein Jahr in der 2.Bundesliga müsste Köln doch verkraften.
Auf eine kleinere Halle ausweichen, wenns die im Kölner Raum gibt.

Hat die DEG doch auch schon mal gemacht, als sie sich die DEL nicht leisten konnten.
Ein Jahr 2. Liga sollte Köln verkraften? Du musst Optimist sein. Die Haie hätten in Liga 2 keinerlei Chance zu überleben. Keine Zuschauer, weniger Sponsoren. Und die Ausgaben würden die gleichen bleiben.

Und ne kleinere Halle gibts in Köln auch nicht. Können ja irgendeinen See zufrieren. Oder nach Schalke fahren, da steht grad ne Eishalle... :D

Man sieht einfach, dass man in Köln die Haie wohl nicht möchte. Sehr sehr schade...
Die ESBG hat ganz deutlich gemacht, dass die Haie bei einer nicht erteilten Lizenz seitens der DEL keine Startgenehmigung in der 2. Liga erhalten würden.

Sprich: Entweder wird die unklare Finanzlage bis Ende Mai gestemmt und wir sehen im September DEL-Eishockey oder es gibt die Einleitung eines Insolvenzverfahrens für die Profiabteilung und der Stammverein könnte mit einer 1. Mannschaft in der Regionalliga (4. Liga) beginnen.
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Henrike
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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von Henrike » 05.05.2010, 11:23

Eigentlich sollte das Zittern um den KEC vor allem eins tun: nämlich alle auf den Boden der Realität zurückholen und an die grundlegenden Rahmenbedingungen des Eishockeys in Deutschland zu erinnern.

Dass die Nationalmannschaft jemals soviel Erfolg und Aufmerksamtkeit erlangt, um Eishockey ins Bewusstsein der Deutschen zu bringen, wird nicht passieren. Außerhalb der einschlägigen Fanszene interessiert sich kein Mensch für die WM im eigenen Land. Laut einer Umfrage wissen weniger als 14% der Deutschen überhaupt, dass die Weltmeisterschaft in diesem Jahr in Deutschland stattfindet. (Nachzulesen in diesem FOCUS-Artikel: http://www.focus.de/sport/wintersport/e ... 03745.html )

Man kann an dieser Stelle zum hunderttausendsten Mal alle Ursachen dafür aufzählen. Angefangen bei den fehlenden deutschen Überfliegern in dieser Sportart (das Deutsche Eishockey hatte nie einen Michael Schumacher, Boris Becker, Dirk Nowitzki oder Bernhard Langer, und es zeichnet sich auch nicht ab, dass es so jemanden in absehbarer Zeit geben wird), über das unterirdisch schlechte Marketing des DEB und dem quasi nicht vorhandenen Marketing der DEL, bis zur Qualität des Produktes auf dem DEL-Alltags-Eis an sich.

Als Eishockey-Fan in diesem Land starrt man mit brennendem Blick Richtung Horizont in der Hoffnung auf einen Silberstreif, aber woher soll der kommen?

Dass die Arena auf Schalke am Freitag mit 76.000 ausverkauft sein wird, beeindruckt mich persönlich nicht für fünf Pfennig. Ein Mario Barth hat das Berliner Olympia-Stadion ausverkauft. 70.000 Zuschauer, Weltrekord – und trotz unzweifelhaft gegebener Fernsehpräsenz war das ganze Event nach ein paar Tagen kein Thema mehr. Erwartet von der WM-Eröffnung am Freitag wirklich jemand einen nachhaltigen Effekt für eine Sportart, die im Bewusstsein der Einwohner dieses Landes so gut wie nicht vorhanden ist? Im Jahr einer Fußball-WM? Darf ich lachen?

Eishockey hat nicht nur bei den Politikern der Stadt Köln keinen nennenswerten Stellenwert. Da können sie am Augsburger Rathaus noch so viele AEV-Banner aufhängen. Wie lange die da wohl noch hängen, sollte der FC Augsburg den Aufstieg schaffen?
Nicht nur Köln ist keine Eishockey-Stadt, Deutschland ist kein Eishockey-Land. Nur weil wir Fans nicht verstehen können, warum niemand außerhalb der Szene erkennt, was für ein großartiger Sport es eigentlich ist, ändert das nichts an der Tatsache, dass es niemand außerhalb der Szene erkennt.

Die Eisbären Berlin vermelden nach einer Woche Dauerkartenverkauf einen „sehr guten Start“ mit 500 Bestellungen. Wenn das ein „sehr guter Start“ bei DER Erfolgsmannschaft der letzten Jahre schlechthin und dem Club mit dem eindeutig größten Einzugsgebiet ist, dann weiß man, wo auf der Relevanz-Skala man mit Eishockey in Deutschland hingehört.

Das Hangeln von einer Club-Rettung zur nächsten beschäftigt doch auch nur den kleinen, interessierten Kreis. Wenn schon nicht mal 14% der Deutschen wissen, dass die WM in ihrem Land stattfindet, wie viel Prozent der Deutschen würden wohl überhaupt wahrnehmen, wenn es Köln, Kassel, Krefeld, Nürnberg oder sonstwen auf der DEL-Landkarte nicht mehr gäbe?

Die Menge an Eishockey-Fans, die dieses Land hat, reicht ganz offensichtlich nicht aus, um eine Liga auf insgesamt gesunde Füße zu stellen. Die Chance, die Menge an Fans zu vergrößern, ist sicherlich gegeben, setzt aber so viel Umdenken auf so vielen Ebenen voraus, dass ich persönlich kaum glaube, dass es mit allen Konsequenzen jemals stattfindet.

Man starrt also weiter mit brennendem Blick auf den Horizont in der Hoffnung auf einen Silberstreif, obwohl man im Grunde weiß, dass er niemals auftauchen wird - egal ob es in der kommenden Saison DEL-Eishockey in Köln gibt oder nicht.


So, das war mein Schwarzmal-Posting für diese Woche. Ich habe fertig. Flasche leer.
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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von Erfthai » 05.05.2010, 11:47

Da bleibt mir nichts mehr zu sagen außer: DANKE für dieses Posting :!:
Wir sind Haie!

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von Lütze » 05.05.2010, 12:03

Laßt RTL mit Speerspitze Dieter Bohlen die Haie, ach was das gesamte deutsche Eishockey, vermarkten. Die wissen, wie man Scheisse populär macht.
08.06.2010: Der Mythos lebt! Auf zu neuen Ufern!

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von ICECOLD » 05.05.2010, 12:44

Die Stimmung ist einfach weg.

http://www.eishockeynews.de/nachricht.h ... t_id=11368

Auszug aus vorherigen Link:

"Ich erinnere mich noch an die Heim-WM 2001, damals waren wir Aufsteiger und freuten uns, überhaupt dabei sein zu dürfen. Jedes Spiel war ein gigantisches Fest und niemand störte sich daran, dass Deutschland nur ein einziges Spiel gewann."

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von Haikatze71 » 05.05.2010, 13:03

Tja, da freut man sich wochen- ach was monatelang auf die Eishockey-WM und 2 Tage vor dem Start gibt es solche Nachrichten...
Ich muss sagen, meine Freude ist schon etwas getrübt.
Die Vorstellung, dass ich am Montag in der KA vielleicht das letzte Mal... NEIN, nicht weiter drüber nachdenken :cry:
Jetzt weiß ich auch, warum es bis dato noch keine weiteren Infos zum DK-Verkauf gibt...

Ich könnte schlicht und ergreifend kotzen, wenn ich lese wie SCHEISSEGAL der Stadt unser Verein zu sein scheint. Aber Köln ist ja SOOO toll!
Die Uhr läuft, es sind nur noch knapp 4 Wochen bis die Lizenzunterlagen eingereicht werden müssen!!!
Und mir ist gerade mal schlecht Bild
"Alles kann sich jetzt hier schnell ändern. Es kann keine DEL ohne Haie geben."
(Zitat Bill Stewart, 19.05.2010, Kölnische Rundschau)

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von mirosikora11 » 05.05.2010, 14:00

Das was Henrike in ihrem Posting beschreibt geht absolut in die richtige Richtung. Das Problem "Eishockey in Deutschland" ist hausgemacht. Es geht zurück in das fürs deutsche Eishockey unsägliche Jahrzehnt der 90ziger Jahre.

Damals wurden Fehler gemacht, deren Auswirklungen wir heute noch brutalst spüren. Du kannst einem deutschen Sportinteressierten nicht und vielleicht auch nie klarmachen, warum sich Eishockeyvereine alle mit Tiernamen schmücken. Klar haben auch Fußballvereine diese. Allerdings in einer überschaubaren Anzahl und aufgrund der langen Tradition wurde das auch schon längst akzeptiert.

In diesen besagten 90ziger Jahre wurde dem deutschen Eishockey die Basis genommen, welche heute nötig wäre, um diesen tollen Sport nach vorne zu bringen:
- Die A-Lizenzen wurden erhöht, es war fast schon ein Wunder, wenn pro Verein überhaupt noch 2-3 deutsche Spieler auf dem Eis standen.
- Die TV-Präsenz wurde komplett und auf Jahre hinaus für einen Spottpreis an einen Pay-TV-Sender vergeben. Über die dadurch erzielte rudimentäre Wahrnehmung in der Sportöffentlichkeit sprach schon Henrike.
- Es wurde nur auf Masse statt Klasse gesetzt, sprich es wurde nur auf neue Arenen gesetzt. Das diese Multifunktionsarenen nicht nur Eishockeysport bieten würden war klar. Folglich wurde Jahr für Jahr der Spielplan aufgebläht (bis zu unsäglichen 60 Vorrundenpartien) und genadenlos entzerrt. Nachholpartien des 3. oder 5. Spieltags wurden dann mal gerne im Februar oder März ausgetragen oder manche Teams hatten mal eben schon 4 oder 5 Spiele mehr ausgetragen als die meisten anderen.
- Es wurde fast jährlich der Modus geändert. Mal gabs einen Aufstieg, mal wieder nicht. Mal gabs in den Play Offs "Best of 5", mal wieder nicht, mal gabs Penalty Schießen in der KO-Runde, mal wieder nicht, usw.
- Nicht zuletzt wurde eine Liga mit bis zu 16 Vereinen installiert, welche eindeutig zu groß war und immer noch ist. Zu viele Spiele bringen eben nicht mehr Zuschauer und zu viele Vereine birgen die Gefahr von finanziellen Risiken für manche Vereine.

Das deutsche Eishockey hat nur dann eine Chance auf gesteigerte Wahrnehmung, wenn Steitigkeit (Modus), Transparenz (Modus, Anzahl der A-Lizenzen, Spielplan) und Gerechtigkeit in der finanziellen Belastung der einzelnen Vereine an der Tagesordnung sind. Es kann einfach nicht sein, dass manche Vereine in der DEL gutes Geld in die Ausbildung des Nachwuchses stecken und sie praktisch dadurch bestraft werden können, wenn eben ein DEL-Verein sie sportlich und wirtschaftlich aussticht, da dieser eben keinen Cent (oder viel weniger Geld) in die Nachwuchsförderung steckt.

Freitag hat das deutsche Eishockey einen großen Tag vor sich. Die öffentliche Wahrnehmung wird kurzzeitig unseren geliebten Sport wahrnehmen. Wie Henrike schon sagt, wird dieser Effekt allerdings nicht nachhaltig sein. Eishockey-Fans, welche es vor dem 7. Mai 2010 waren, werden es auch hinterher sein. Nicht-Eishockey-Fans, die am 7. Mai auf Schalke sein werden, werden es zu einem überwiegenden Teil nichther nicht werden. Warum?
Weil das Spiel auf Schalke ein Event ist. So wie DSDS, ein Boxkampf von Klitschko, ein Formel 1-Rennen von Schumi und und und.
Interessant wäre eine Befragung ausgewählter Zuschauer einige Tage nach dem 7. Mai. Ich würde einen großen Geldschein darauf verwetten, dass nicht wenige dann schon nicht mehr wissen, wie der Gegner hieß, wie das Spiel ausging und wer die Tore (zumindest die der Deutschen) geschossen hat.

Nein, das auf Schalke ist nur ein kurzer Moment der allgemeineren Wahrnehmung, die uns zuteil werden wird. Das Spiel auf Schalke und im abgeschwächteren Sinne die anderen Spiele der WM dienen all jenen, die sich nicht wie wir Eishockey-Fans schimpfen, nur als Aufwärmprogramm für die in ihren Augen eigentliche WM, nämlich die in Südafrika. Spätestens dann wird die Eishockey-WM aus dem Bewusstsein der nicht-Eishockey-Fans gelöscht sein.

Der von vielen erhoffte Schub nach vorne wird höchstwahrscheinlich ausbleiben. Die Probleme bleiben: Die der Liga und die des Verbandes.
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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von IceDragon67 » 05.05.2010, 14:02

Beruhigt euch doch! Hier haben doch schon soooooooooooo viele gepostet, dass es definitiv nächste Saison Eishockey in Köln geben wird! Sie haben doch so viele gute Quellen!

Achtung Ironie :roll:

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von SECHSAUFEIS » 05.05.2010, 15:53

@Henrike & MiroS11

Das ist keine Frage, all diese Themen und was sich sofort im deutschen Eishockey ändern müsste um am Abgrund noch zu stoppen, hatten wir ja mehrfach schon lange hier diskutiert und wir sind uns alle einig. Natürlich sind sehr viele Probleme hausgemacht aus den letzten 15 Jahren!!!
Ein neuer Weg, neue Strukturen müssen sofort im Deutschen Eishockey umgesetzt werden, sonst gibt es diese Themen jedes Jahr zunehmend schlimmer, bei allen Vereinen! Dann hat Eishockey in Deutschland gar keine Zukunft!

Aber es kann nicht sein, das eine Stadt über Jahrzehnte keinerlei finanzielle Unterstützung für Sport und Nachwuchs in mehreren Sportarten leistet, alles Privatleuten überlässt, bis jedem dieser Mäzene und Gesellschaftern die Luft aus geht, egal in welcher Sportart und am Ende nur ein einziger Fußballclub übrig bleibt!
Das gibt und gab es so in keiner anderen Stadt Deutschlands, welch eine Entwicklung in der Breite im Kölner Sport in den letzten Jahren!!
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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von Südwesthai » 05.05.2010, 16:08

Tja, den Herren im Rathaus ist das wohl egal. Die müssen in erster Linie auf die eigene Kasse schauen. Und den Aufschrei, weil es die Haie evtl. nicht mehr gibt, spüren sie eben nicht schmerzhaft genug. Das wäre beim Fußball halt anders. Und Diskussionen in diesem Forum bekommen sie auch nicht mit. Im Grunde müsste man die Stadt mit erbosten und enttäuschten Mails und Briefen bombardieren, damit sie das Gefühl haben, es würde ausreichend Kölner interessieren, um Druck zu verspüren und tätig zu werden. Aber auch das wird nicht passieren.

Jetzt bin ich mal gespannt, was passiert. Wenn die angeblich größte Anforderung der Gesellschafter nicht erfüllt wird, dann wirds jetzt wohl eng.
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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von BASTARD57 » 05.05.2010, 16:46

Henrike hat geschrieben:
Die Menge an Eishockey-Fans, die dieses Land hat, reicht ganz offensichtlich nicht aus, um eine Liga auf insgesamt gesunde Füße zu stellen.

bis auf diesen satz nen sehr gutes posting...
die menge der zuschauer hat aber nichts mit den gesunden füssen zu tun...
sicherlich wäre es schön, wenn alle hallen immer ausverkauft wären...
an der gesundheit der clubs würde das aber nichts ändern...
wenn eine geschäftsführung nicht seriös wirtschaften kann/will, dann tut sie das nicht plötzlich, weil nen paar zuschauer mehr da sind...
der schlüssel zu einer finanziell gesunden liga ist ganz "einfach", dass man nur geld ausgiebt, das auch da is...

nen anfang wäre, wenn man die lizenzunerlagen von ner unabhängigen firma prüfen lässt...
das ganze scheitert natürlich daran, dass niemand geld dafür ausgeben will...
aber leute, die sich damit auskennen würden auch die mauscheleien in den unterlagen erkennen, so dass man dann auch handeln könnte...
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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von hexchen27 » 05.05.2010, 17:17

Ich weiß nicht, ob die Stadt Köln wirklich nicht merken würde, wenn die Haie weg wären. In einer Saison wird doch mit Sicherheit einiges an Umsatz-/Gewerbe und was weiß ich was noch für Steuern zusammen kommen, die allein durch die Haie bzw. derren Besucher und deren Konsum reinkommen. Kann kein ganz kleines Sümmchen sein, dass der Stadt da durch die Lappen gehen würde.
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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von #31forever » 05.05.2010, 18:16

hi,

das Problem ist nur, dass ausser uns interresiert sich KEIN SCHWEIN für die Haie in dieser Stadt....oder auch im Rathaus.

Sollte FC Podolski Kopfschmerzen haben, steht es 3 Tage lang in Express und abschliessend im Ksta, machen die 16 Mio Minus ( siehe S04 )sagt man, na ja ...ist halt nicht so gut gelaufen.....
..und hier fährt man die 1.te Mannschaft in den Dreck und wird sich dannach ( nach Insolvenz ) als Retter für den Nachwuchs feiern lassen....amen :twisted: :twisted:

am Sonntag bin ich auch nur Zuschauer.... ;)

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von frikamäuschen » 05.05.2010, 18:19

Soweit ich weiss ist Umsatzsteuer Bundessache. Und Gewerbesteuer bezahlt man von Gewinnen, wovon die Lanxess-Arena und die Haie wohl so weit entfernt sind wie Iserlohn von der Zivilisation.
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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von IceDragon67 » 05.05.2010, 18:24

frikamäuschen hat geschrieben:Soweit ich weiss ist Umsatzsteuer Bundessache. Und Gewerbesteuer bezahlt man von Gewinnen, wovon die Lanxess-Arena und die Haie wohl so weit entfernt sind wie Iserlohn von der Zivilisation.
Dann würde ich mir überhaupt keine Gedanken, weil Iserlohn an den Eiern von Hagen hängt. :lol: :lol: :lol:

Vielleicht eher so weit weg, wie Süd-Frankfurt von Inteligenz. Das passt eher. :twisted:

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von Nils Bredberg » 05.05.2010, 19:07

Hai zusammen,

also einige Dinge stimmen hier nicht so ganz.

Wer Mitglied im Haie e.V. ist und an Jahreshauptversammlungen schon mal teilgenommen hat bzw. schon mal in den Geschäftsbericht geschaut hat, weiß, daß die Jugend sehr wohl von der Stadt Köln unterstüzt wurde bzw. wird. Man kann sicher über die jeweilige Höhe streiten - ausreichend wird sie nie sein. Dies betrifft aber alle anderen Sportvereine dieser Stadt genauso. Man braucht sich ja nur mal die Amateurfussballplätze bzw. Sporthallen dieser Stadt anzuschauen.

Und nun zur Profimannschaft. Diese Mannschaft gehört einer GmbH. Einer GmbH die laut Herrn Eichin ja mal aus 10 Gesellschaftern bestehen sollte. Mittlerweile ist ja immer nur noch von deren 4 die Rede. Alle 4 (Göttsch, Heinen, Ziems und Pape) gelten gemeinhin als mehrfache Millionäre. Ich kann da die Verwaltung und OB sehr gut verstehen, wenn keine öffentlichen Gelder fließen. Diese GmbH ist von außen doch gar nicht kontrollierbar. Anders als z. B. bei einem Fußballverein. Dort wird in einer Mitgliederversammlung ein Geschäftsbericht vorgelegt, den von den Mitgliedern abgesegnet werden muß. Wer von uns kennt denn die genauen Zahlen? Wer weiß wie hoch die Ablöse für Scott und Ciernik war? Wer weiß, außer den Gesellschaftern, wie hoch die Gesamtgehälter unserer Haie ist? Nochmals z. B. beim 1. FC Köln kann man all dies in einem Geschäftsbericht nachlesen.

Unsere Bemühungen, bzw. die eines T. Eichin, scheitern auch an einer fehlenden Offentheit gegenüber der Öffentlichkeit.

Ich freu mich nicht nur auf Schalke sondern auf Sonntagabend 20.15 KölnArena.

Nils Bredberg

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von #31forever » 05.05.2010, 19:37

Nils Bredberg hat geschrieben:Hai zusammen,

also einige Dinge stimmen hier nicht so ganz.

Und nun zur Profimannschaft.
..... Ich kann da die Verwaltung und OB sehr gut verstehen, wenn keine öffentlichen Gelder fließen. Diese GmbH ist von außen doch gar nicht kontrollierbar. Anders als z. B. bei einem Fußballverein..........
Nils Bredberg
Hallo Nils,

es geht doch gar nicht um die Profis, das die nicht unterstützt werden ist aus den von Dir genannten Gründen klar ( GmbH ).
Laut T.E werden die Eiszeiten des Nachwuchses jedoch von der GmbH und nicht der Stadt Köln bezahlt. ( siehe Link zum Radio Köln Interview ).

Natürlich kann ich 50 EUR an den Haie e.v spenden und behaupten ich würde die doch unterstützen, no problem... :)

Ob diese Spende dann aber angemessen für Stadt Köln ist, lasse ich einfach ohne Kommentar, da ich jetzt nicht unbedingt in den Berichten nachschauen will :oops:

Gruss
J.

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von suedstadtshark » 05.05.2010, 20:07

Guten Abend allerseits,

also vielleicht bringt es ja was, wenn wirklich viele Haie-Fans an den OB Roters schreiben. Es gilt nochmals klar zu machen, dass es um eine Unterstützung des Haie e.V., also des Nachwuchses, geht. Wir wollen doch keine Unterstützung für die Profis.

Ich für meinen Teil habe gerade eine Mail an oberbuergermeister@stadt-koeln.de geschickt.

Ich kann und will mich nicht einfach damit abfinden, dass jetzt mehr oder weniger die Schlinge um den Hals zugezogen wird und wir uns nicht dagegen wehren.
also auf gehts: weiter kämpfen.......

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von René » 05.05.2010, 20:26

Mann, Mann, Mann... Hier wird ja gerade wieder alles wild durcheinander gewirbelt.

Als ob die LIzenzunterlagen nicht extern und unabhängig geprüft werden würden? Glaubt bitte irgendjemand, dies würde DEL-intern vorgenommen werden? :lol:

Der Verteilungsschlüssel der Gelder der Stadt ist letzte Saison doch bereits kritisiert worden (und warum z.B. der KEK demnach so viel mehr Anspruch auf Mittel hat als der KEC). Und wie um die Summe gekämpft werden musste, die den e.V. gerettet hat, dürfte auch noch jedem in Erinnerung sein (schönen Gruß an die Grünen und die Einordnung der KEC-Bambinis als Profisportler).

Dennoch ist hier in der Zukunft in Form der neuen Lente ein Silberstreif zu sehen - jedenfalls darf man hoffen, dass sie die Mieten der Eiszeiten dort an denen anderer Städte orientieren.

Geld darf man letztlich aktuell nicht erwarten, denn die Stadt ist pleite. Da kann Roters machen was er will.
Somos el centro del campo. Somos nuestra precisión. Somos nuestro esfuerzo. Somos atacantes que defienden, Somos defensores que atacan. Somos nuestra velocidad. Somos el respeto a nuestros rivales. Somos cada gol que hacemos.
Somos uno.

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von kec-boii » 05.05.2010, 23:04

Die Sporthochschule soll Hallenzeiten anmieten oder sowas hat Roters gesagt irgendwo oder ?

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von ICECOLD » 05.05.2010, 23:41

Die GmbH hat auch Pflichten.
Die Jahresabschlüsse müssen im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.
Der Jahresabschluß der KEC Kölner Eishockey-Gesellschaft "Die Haie" mbH 50858 Köln ist am 29.01.2010
veröffentlicht worden.
Es ist der Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2007 bis zum 30.04.2008 (wenn ich das richtig verstanden habe)

Du kannst den Handelsregisterauszug für wenig Geld bei zahlreichen Firmen kaufen.
Hier als Beispiel eine Firma: http://www.e-handelsregisterauszug.de/

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von franzen88 » 05.05.2010, 23:50

kec-boii hat geschrieben:Die Sporthochschule soll Hallenzeiten anmieten oder sowas hat Roters gesagt irgendwo oder ?

http://www.express.de/sport/eishockey/w ... index.html
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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von Score-A-Lot » 06.05.2010, 00:28

Die Kölner Haie kämpfen als Aushängeschild der Sportstadt ums Überleben. Wie kann die Stadt helfen?

Wir arbeiten kräftig daran. Natürlich muss Eishockey in Köln einen guten Platz einnehmen.

Kann der Klub auf finanzielle Hilfe der Stadt hoffen?

Wir sind in Gesprächen, zunächst muss die Geschäftsführung des KEC aber noch etwas nachbessern. Wir brauchen exaktere Zahlen, Aussagen zur Zukunft des Klubs, Prognosen, wie es weitergeht. Denn eins ist klar: Wir können als Stadt keinen Profi-Verein unterstützen.

Aber den Nachwuchs.
Genau. Und um dem gesamten Klub zu helfen, sprechen wir mit der Sporthochschule, die Zeiten in der Trainingshalle anmieten soll. Wir arbeiten auch daran, andere Sponsoren zu finden. Und wir sind bereit, die Eiszeiten vom KEC-Nachwuchs zu subventionieren. Dafür brauchen wir aber noch deutlichere Zahlen und Daten vom KEC.

Ende Mai läuft die Frist für die Lizenzierung ab.
Ich weiß, dass es dringend ist. Ende des Monats muss das Konzept stehen. Ich bin sicher, dass wir den Schwung der Eishockey-WM nutzen können, um alles auf einen guten Weg zu bringen. Von uns gibt es in diese Richtung wirklich große Anstrengungen.

http://www.express.de/sport/eishockey/w ... index.html

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von Stuermchen76 » 06.05.2010, 06:58

AAAAAAAHHHHHHRRRRRRGGGGGGG!!!!!!!

Langsam geht mir dieses ewige Hin und Her mächtig auf die Nüsse!
Jetzt hat also wieder Herr Eichin den schwarzen Peter, weil keine genauen Zahlen vorliegen. Nicht, das eine fehlende Infopolitik dahinter stecken könnte (Ironie)?

Wann findet das endlich ein Ende????
PRO FACEPALM-SMILIE FÜR DAS FORUM!!! :D

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Re: Droht nun die Insolvenz ?

Beitrag von BASTARD57 » 06.05.2010, 08:49

Stuermchen76 hat geschrieben:AAAAAAAHHHHHHRRRRRRGGGGGGG!!!!!!!

Langsam geht mir dieses ewige Hin und Her mächtig auf die Nüsse!
Jetzt hat also wieder Herr Eichin den schwarzen Peter, weil keine genauen Zahlen vorliegen. Nicht, das eine fehlende Infopolitik dahinter stecken könnte (Ironie)?

Wann findet das endlich ein Ende????

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