Zuschauerschwund/DEL-Modus

Über den Tellerrand: Wie schaut es bei unseren Konkurrenten aus?

Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Stuermchen76 » Mo 3. Nov 2008, 20:40

In den letzten Tagen wurde ja von Seiten der GL mehrmals darauf hingewiesen, das den Haien ca. 12000 Zuschauer fehlen und daraus ein Minus von ca. 250.000 € entstanden sind. Desweiteren lese ich heute in der Vorschau folgende Schlagzeile:

"Köln: Alarm: Eichin hat die Faxen endgültig dicke
Geschäftsführer der Haie will angesichts alarmierender Zuschauer-Rückgänge neuen Modus und Auf- und Abstieg"



Dazu möchte ich kurz folgendes sagen. Soweit ich mich dunkel daran erinnere, muß ein Beschluß bei einer DEL-Tagung eine 2/3-Mehrheit haben, um angenommen zu werden. Die Haie haben damals in Person von Herr Eichin dafür gestimmt. Jetzt zu sagen, das der Modus für den Zuschauerrückgang verantwortlich ist, ist etwas hochgegriffen. Auch die Motzerei gegen den Spielplan kann ich nicht ganz nachvollziehen. Meines Wissens kann man, bevor der Spielplan veröffentlicht wird, dort um Änderungen bitten. Was man aber scheinbar nicht machen wollte oder konnte. Auch die Begründung "Finanzkrise" find ich klasse. Vielleicht ist auch ein Grund für den Zuschauerschwund, das Podolski in Bayern auf der Bank sitzt? Man weiß es nicht?

Bei den Haien ist der Grund schlicht und einfach der grauenhafte Saisonstart und die dazugehörigen Spiele. Denn mal Hand aufs Herz. Wer hat den (ausser den Zweckoptimisten) mit einem Sieg gegen Wolfsburg gerechnet? Und genau deshalb ist die "Laufkundschaft" zuhause geblieben. Den verkaufsoffenen Sonntag mal aussen vor gelassen.

Aber gut. Das ist ein wohl zu langes Thema. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, und mich 2 Stunden hingesetzt und mal nachgedacht, was für ein Modus für uns Fans interessant wäre und das ist dabei herausgekommen. Ich möchte gerne eure Meinung dazu hören und werde das mal an Herr Eichin und/oder an die DEL weitergeben. Habe mir einfach mal die positiven Sachen der letzten 15 Jahre DEL (und da gab es einige Modusänderungen) zusammengesucht und daraus einen meines Erachtens guten Modus zusammengestellt.

SPIELMODUS

Die DEL wird in Divisionen bzw. Gruppen unterteilt (siehe Tabelle). Die Gruppen (a 4 Teams) werden nach regionalen Punkten aufgeteilt. Die Teams in einer Gruppe spielen 6 Mal gegeneinander (3xHeim, 3xAuswärts). Damit würde es mehrere Derbys geben (s. auch Zusammenfassung). Weiterhin spielen die Gruppen Nord und West in einer Division und die Gruppen Süd und Mitte in einer anderen Division. Innerhalb der Divisionen spielen die Teams 4 Mal gegeneinander (2xHeim,2xAuswärts). Zuletzt spielen dann die Teams der beiden getrennten Divisionen 2 Mal gegeneinander (jeweils ein Heim- und Auswärtsspiel). Der Spielplan sieht natürlich dann vor, das die Spiele gemischt werden, also nicht erst die Gruppenspiele, dann die Divisionsspiele etc..
Das wären dann 50 Spiele in der Vorrunde (18 Spiele gegen Gruppengegner, 16 Spiele gegen Teams der eigenen Division und 16 Spiele gegen Teams der anderen Division).

DIVISION NORD/WEST
GRUPPE NORD
Eisbären Berlin
Hamburg Freezers
Hannover Scorpions
Wolfsburg Grizzlies Adams
GRUPPE WEST
Füchse Duisburg
Kölner Haie
DEG Metro Stars
Krefeld Pinguins

DIVISION MITTE/SÜD
GRUPPE MITTE
Iserlohn Roosters
Kassel Huskies
Mannheim Adler
Frankfurt Lions
GRUPPE SÜD
Augsburg Panther
ERC Ingolstadt
Straubing Tigers
Sinupret IceTIgers

Tabellen

Die Tabellen werden nach Beendigung der Vorrunde nicht zu einer Tabelle zusammengeführt, sondern verbleiben nach Divisionen (siehe Beispiel DIVISION NORD/WEST nach aktueller Tabelle)

DIVISION NORD/WEST
1. Krefeld Pinguins
2. Hannover Scorpions
3. DEG MEtro Stars
4. Eisbären Berlin
-------------------------
5. Wolfsburg Grizzies Adams
6. Hamburg Freezers
7. Kölner Haie
8. Füchse Duisburg

Play-offs

Die Play-offs werden Divisionsübergreifend durchgeführt (1. Div. Nord/West gg. 4. Div. Mitte/Süd usw.). Im Halbfinale spielt dann der Beste der Division Nord/West gg. den Zweitbesten der Division Mitte/Süd usw. So wird dann im Finale ebenfalls verfahren. Sollte der Fall eintreten, das im Finale die Disisionssieger aufeinander treffen, dann entscheidet die Bilanz der Vorrunde über das Heimrecht (mehr Punkte, Tore etc.) Die Play-offs würde ich wie gehabt spielen, Viertelfinale Best-of-Seven und Halbfinale und Finale im Best-of-Five. Möglich wären auch Pre-Playoffs, aber die o.g. Regelung finde ich besser. Platz 1-4 in den Playoffs und Schluß.

Zusammenfassung

Der Modus leht ein wenig an den Modus der NHL an. Es würde mehr Spiele gegen regionale Teams geben, was dementsprechend mehr Derbys bedeutet. Sicher kann durch die Häufigkeit der Derbys der Reiz etwas verloren gehen, aber die "Reiselust" der Fans zu Auswärtsspielen würde gesteigert, da diese ja jetzt nicht mehr so weit weg sind. Und zu einem Derby KEC gg. DEG oder Mannheim gg. Frankfurt kommen trotzdem immernoch mehr Zuschauer als bei einem Spiel gg "unaktraktive" Gegner. Dazu käme eine Minimierung der Reisekosten für die Mannschaften, da durch die Divisionen die Reisen in andere Teile der Landes reduziert würden (Hotelkosten, Sprit etc.). Die Aufteilung der Abschlußtabelle in zwei Tabellen halte ich deshalb für sinnvoll, damit nicht eine einzige Tabelle vielleicht etwas verfälscht wird (weil vielleicht ein Team eine Division dominiert und dadurch auch in einer gemeinsamen Tabelle weit vorne wäre). Auch ein Auf- und Abstieg wäre theoretisch kein Problem, indem z.B. die beiden Letzten der Divisionen den direkten Absteiger ausspielen könnten. Der Gewinner könnte/müsste dann noch eine Relegation gegen den zweiten der 2. Liga spielen, sodas eventuell sogar 2 Aufsteiger möglich wären. Für die nachfolgende Saisonkönnte man dann ggfl. die Gruppen umstellen um den regionalen Charakter weiterhin gerecht zu werden (als Beispiel: Duisburg steigt ab, Schwenningen steigt auf. Dadurch rückt Iserlohn in die WESTGruppe und Schwenningen in die MITTEGruppe).

Eine Reduzierung der Teams UND gleichzeitig eine Reduzierung der Ausländer halte ich für nicht machbar. Es gibt einfach nicht genug deutsche Spieler, die auf so einem hohen Niveau spielen können. Dadurch wäre die Einbürgerungswelle nöch stärker, als sie jetzt schon ist und das Niveau der Liga würde darunter leiden. Es spielen 16 Mannschaften in der DEL und jedes Team darf 10 Ausländer einsetzen. Bei einem Kader von 20 Spielern, die auf dem Spielberichtsbogen dürfen, sind das 10 deutsche Spieler pro Mannschaft und demnach 160 deutsche Spieler in der DEL (ob die jetzt von den Trainer auch eingesetzt werden, ist eine andere Geschichte). Eine Reduzeriung auf 8 Ausländer pro Team würde ich noch vertretbar halten, mehr aber auch nicht. Dazu sollte man die Lizenz vielleicht wieder transparenter machen, sprich die 8 Ausländer ggfl. auch tauschen können, um bei Verletzungen oder schwacher Leistungen reagieren zu können. Es würden ja trotzdem immer mindestens 12 Deutsche pro Team auf dem Eis bzw. auf dem Spielberichtsbogen stehen. Sicher wäre es möglich, das dadurch ein Team seine Ausländer während der Saison mehrmals auswechselt, aber das würde wohl nur Ausnahmen sein. Dem könnte man vielleicht einen kleinen Riegel vorschieben, das man nur 4 Ausländer austauschen darf, oder man führt ein "Salary-Cap" ein. Das man nur einen gewissen Etat für Ausländer zur Verfügung hat und diesen nicht überschreiten darf. Aber da gibt es unzählige Möglichkeiten, die man diskutieren könnte.

Sicherlich ist dieser Modus für den "Laien" auf den ersten Blick nicht einfach zu verstehen, was der Modus z.Z. aber noch weniger ist. Eine Reduzierung der Liga auf 14 Teams bzw. 12 Teams ist nicht zu realisieren. Es wird wohl kein Team freiwillig in die 2.Liga gehen, geschweige denn 4 Teams. Was bei meinem Modus ja auch nicht nötig wäre.

Die DEL braucht eine Reform um die Aktraktivität zu steigern und da sehe ich halt nur die Möglichkeit mit mehr Derbys.Auch eine Saison mit 50 Vorrundenspielen + Playoffs halte ich für realistisch und aktraktiv. Dadurch wäre auch genug Platz für die Nationalmannschaft, (eventuell Pokal) und CHL und die "ungeliebten" Wochenspieltage würden ebenfalls minimiert. Denn Freitags und Sonntags sind nun mal die klassischen Eishockeyspieltage. Allerdings gibt es da ja noch die Ineressen der Mehrzweckhallen. Aber diese Probleme stehen auf einem anderen Blatt.

So, jetzt bin ich auf eure Meinung gespannt.
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon cross_checking » Mo 3. Nov 2008, 20:53

wow da hast du dir aber Mühe gegeben.
Nicht schlecht!
Muss ich mal 2 Nächte drüber schlafen um mir ne Meinung zu bilden
Gruß
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Poschi » Mo 3. Nov 2008, 22:37

Alles in allem finde ich das nicht schlecht Stuermchen,
aber ich befürchte, dass das Interesse an Derby's schnell durch die erhöhte Anzahl abgemindert wird. Irgendwie will man doch Abwechslung, oder?
Trotzdem generell finde ich den Ansatz auch sehr gut, besonders da er auch die Interesse der Vereine mit einbezieht, indem du z.B. an die Reisekosten gedacht hast.

Was die deiner Meinung nach nicht realisierbare Verkleinerung der DEL angeht; ganz einfach, die letzten vier bekommen keine Lizenz mehr, basta aus - es müssen sich nur alle Einig sein und das dürfte das Problem sein. Auf jedenfall muss wieder ein Auf- und Abstieg her um auch Mannschaften aus den niedriegeren Liegen mal eine Change zu geben; außerdem fördert es ja den Anreiz gut zu spielen um nicht abzusteigen.

Zum Abschluss muss ich aber noch mal wiederholen, alle Achtung für die Arbeit die du dir gemacht hast und die Ansätze sind bestimmt nicht verkehrt.
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Fishmasta » Mo 3. Nov 2008, 22:47

wenn es zu viele derbys gibt schwindet aber leider auch schnell das interresse hin zu gehen.
gibt ja noch eins, und noch eins, und noch eins und ... argh mist jetzt ist es zu spät naja egal. geh ich nächste saison halt 2x hin.
warum spielt nicht einfach jedes team 2xhaim und 2xauswärts gegen jedes andere team.
damit hat sich die sache doch gegessen, es gibt genug spiele und es ist interressant.
=> gute zuschauerzahlen

auf grund der einteilung in gruppen wie es diese saison der fall ist entstehen meines erachtens nur nachteile.
oder mal ehrlich wer von euch weiß ausm kopf wie oft die haie gegen iserlohn spielen.
ich weiß es nicht und ich schäme mich auch nicht dafür.

dieses ganze gruppengedöns ist doch unfug hoch 29.
gibts beim fuppes auch nicht und da kommen ja genug leute :D
achtung: das soll jetzt keine diskussion über balltreter vs. eishockey geben

auf- und abstieg gehört meiner meinung nach auch dazu.
sonst kommt es iwann wie beim fc.
"ey geil wir bleiben eh in der del, also schieben wir jetzt mal nen ruhigen. playoff-rang bekommen wir eh net mehr"
=> wieder mehr zuschauer weil gekämpft wird

also ich wünsche mir
2xhaim + 2xauswärts
die letzten beiden teams steigen ab
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Fussel » Di 4. Nov 2008, 08:06

Meiner Meinung nach ein sehr interessanter Vorschlag. Und was die Derbys angeht. Man beachte die Spieltage gegen Düsseldorf, im September (einmalig an 2 aufeinanderfolgenden Spieltagen), November und Januar. Wenn man dann bedenkt, dass die Dienstagsspieltage größtenteils wegfallen (nehmen wir es an), dann wäre zwischen den Spielen immer ne ordentliche Zeitspanne, wodurch zumindest bei mir nicht das Gefühl aufkommt, es würde andauernd gegen Duisburg-Süd gehen.
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon millencolin » Di 4. Nov 2008, 09:25

Habs mal zur DEL verschoben, aber den Link in der KA2 erhalten.

Zum Thema:
Schwachsinn, das ist doch kein Problem. Wir haben mehr Gesamtzuschauer in der DEL
Tripke auf Hockyweb.de

Und wenn der es nicht weiß......, wer dann

Er glaubt nicht, "dass weniger Spiele oder der Auf- und Abstieg etwas an den Zuschauerzahlen ändern würden." Tripcke sieht "kein grundsätzliches Zuschauerproblem" und verweist darauf, dass vier Klubs über dem Schnitt der Vorsaison liegen. "Wir haben die Zuschauerzahl in den letzten zehn Jahren um fast 50 Prozent erhöht", rechnet Tripcke vor. Die Probleme seien sportlich und lokal begründet. (TL)

http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=40158
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Erfthai » Di 4. Nov 2008, 12:28

@ Stuermchen:

Finde die Divisionseinteilung klasse und bin immer ein Befürworter davon gewesen. Allerdings kommst du immernoch auf 50 Spieltage und das ist eindeutig zu viel...Man könnte in der Division 4 Spiele untereinander austragen (28 Spiele) und gegen die andere Division 2 Spiele (16 Spiele). Das wären zusammen 44 Spiele, was eine Reduzierung wäre. Jedoch müsste eigentlich der Spielplan noch weiter reduziert werden. Also warum nicht einfach eine Doppelrunde (1x heim/1x auswärts)? Das macht 30 Spieltage und die Top 8 spielen die Playoffs (viertelfinale: Best of 5 und ab dann best of 7). Der Letzte steigt direkt ab und der Vorletzte spielt eine Best of 5 Runde gegen den 2. Aufstiegskandidaten der 2. Liga
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon old17 » Di 4. Nov 2008, 13:56

@stuermchen

auch ein interessanter Vorschlag. Allerdings wird er an mehreren Faktoren scheitern:

1) wer erklärt den Iserlohnern, dass sie nicht in die West-Gruppe dürfen ???

2) wer erklärt den Mannheimern, dass sie nur 1x gegen die attraktiven Gegner aus Berlin, Metrohausen und Köln spielen dürfen ??

3) 50 Spiele sind immer noch zu viele

4) man spielt 6x gegen ABC, 4x gegen DEFG und 2x gegen HIJKLMNO...ich sehe darin keine Vereinfachung des Spielplans zum jetzigen. Das wird auch niemand verstehen, der sich nicht mit der Materie auseinandergesetzt hat.

5) wie andere User schon angesprochen haben: das werden zu viele Derbys. Ich kann mich noch an einen lustigen Spielplan in den 90ern erinnern. Da wurde auch regional gruppiert und ich hatte das Gefühl, dass jedes Wochenende entweder Krefeld, Düsseldorf oder Ratingen da war. Laaaangweilig !!!

Es gibt leider nur eine vernünftige Lösung: 4 Teams müssen raus !!! Da das niemals passieren wird, müssen wir weiter mit solchen lustigen Konstrukten leben. Es sind einfach zu viele Vereine in der Liga, die (berechtigterweise) Angst haben, einer Ligaverkleinerung zum Opfer zu fallen. Und die werden niemals für eine Verkleinerung der Liga stimmen. Die können ja auch gut mit ihren 2-3000 Zuschauern leben, müssen keine 18.000-Mann-Arena füllen und haben Schorsch Schmitz von der Aral-Tanke umme Ecke als Sponsor. Denen mit "ihr müsst das Wohlergehen des Spitzeneishockeys in Deutschland im Auge behalten" zu kommen ist so ähnlich wie einer Gewerkschaft zu sagen "ihr müsst auch mal realistische Forderungen stellen". Die lachen sich schlapp und sind froh, dass die anderen so dumm waren, sie aufzunehmen. Jetzt haben sie sich eingenistet, haben ihren Platz in der Liga und schmarotzen so lange rum, bis sie doch endlich pleite gehen.

Gruß
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Tatanka » Di 4. Nov 2008, 14:26

old17 hat geschrieben: ...Es gibt leider nur eine vernünftige Lösung: 4 Teams müssen raus !!! Da das niemals passieren wird, müssen wir weiter mit solchen lustigen Konstrukten leben. Es sind einfach zu viele Vereine in der Liga, die (berechtigterweise) Angst haben, einer Ligaverkleinerung zum Opfer zu fallen...

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So ist es. Allerdings kann man den Clubs, die runter müßten, durch eine gute 2.Liga (DEL 2?) mit ebenfalls 12 Clubs und eng vernetzt mit der DEL eine gesunde Alternative bieten. Aus meiner Sicht gibt es im deutschen Eishockey eh nur 24 Standorte, wo professionelles Eishockey auf gehobenen Niveau langfristig zu realisieren ist.

DEL1 mit 12 Teams und Doppelrunde = 44 Spieltage, Plätze 1-8 Playoffs best of seven, Plätze 9 und 10 haben Saisonende und die Teams auf den Plätzen 11 und 12 spielen eine Abstieg/Aufstiegsrunde mit vier Vertretern aus der DEL2 in einer Einfachrunde. Die ersten beiden steigen auf (oder verbleiben in der DEL). So wird es in Schweden praktiziert und hat sich dort sehr gut bewährt.
In der DEL2 werden die vier Teilnehmer im Playoffmodus best of seven unter den Plätzen 1-8 ausgespielt.
Meiner Meinung nach sollte die DEL2 nach unten geschlossen sein, was aber kein muß ist. Aber nur so, denke ich, kann man den Clubs dort Vorgaben zur Verbesserung der Infrastruktur (Hallenrenovierung/Neubau, 2 Eisflächen, mindestens fünf Nachwuchsmannschaften auf alle Altersklassen verteilt + drei hauptamtlich agierende Trainer usw.) machen.
Gleichzeitig sollten 8 Ausländerlizenzen in der DEL1 und 2 vergeben und eingesetzt werden können. Auch sollte festgelegt werden, daß ein bestimmter Prozentsatz des Gesamtetats in die Nachwuchsarbeit zu gehen hat.
Dies ist nur ein grobes Konzept, was allerdings als Gerüst für eine Veränderung im gesamten Deutschen Eishockey dienen sollte. Es nützt nicht viel, nur an einzelnen Ligen zu basteln, da aus meiner Sicht unterhalb der DEL noch viel schlimmere Strukturen herrschen.
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon flaschflens » Di 4. Nov 2008, 15:53

Einfach die DEL um weitere zwei Mannschaften aufstocken, eine einfache Runde spielen, (wären dann ja nur 34 Spiele ohne Playoffs ) sowie den Auf- und Abstieg wieder einführen. Das hätte auch den Vorteil das der Begriff "Derby" sich nicht auslutscht. Und es ist ein Modus den wohl jeder versteht. ;)
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Stuermchen76 » Di 4. Nov 2008, 16:24

old17 hat geschrieben:@stuermchen

auch ein interessanter Vorschlag. Allerdings wird er an mehreren Faktoren scheitern:

1) wer erklärt den Iserlohnern, dass sie nicht in die West-Gruppe dürfen ???

2) wer erklärt den Mannheimern, dass sie nur 1x gegen die attraktiven Gegner aus Berlin, Metrohausen und Köln spielen dürfen ??

3) 50 Spiele sind immer noch zu viele

4) man spielt 6x gegen ABC, 4x gegen DEFG und 2x gegen HIJKLMNO...ich sehe darin keine Vereinfachung des Spielplans zum jetzigen. Das wird auch niemand verstehen, der sich nicht mit der Materie auseinandergesetzt hat.

5) wie andere User schon angesprochen haben: das werden zu viele Derbys. Ich kann mich noch an einen lustigen Spielplan in den 90ern erinnern. Da wurde auch regional gruppiert und ich hatte das Gefühl, dass jedes Wochenende entweder Krefeld, Düsseldorf oder Ratingen da war. Laaaangweilig !!!

Es gibt leider nur eine vernünftige Lösung: 4 Teams müssen raus !!! Da das niemals passieren wird, müssen wir weiter mit solchen lustigen Konstrukten leben. Es sind einfach zu viele Vereine in der Liga, die (berechtigterweise) Angst haben, einer Ligaverkleinerung zum Opfer zu fallen. Und die werden niemals für eine Verkleinerung der Liga stimmen. Die können ja auch gut mit ihren 2-3000 Zuschauern leben, müssen keine 18.000-Mann-Arena füllen und haben Schorsch Schmitz von der Aral-Tanke umme Ecke als Sponsor. Denen mit "ihr müsst das Wohlergehen des Spitzeneishockeys in Deutschland im Auge behalten" zu kommen ist so ähnlich wie einer Gewerkschaft zu sagen "ihr müsst auch mal realistische Forderungen stellen". Die lachen sich schlapp und sind froh, dass die anderen so dumm waren, sie aufzunehmen. Jetzt haben sie sich eingenistet, haben ihren Platz in der Liga und schmarotzen so lange rum, bis sie doch endlich pleite gehen.

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Zu 1. Haben den Iserlohner überhaupt ein Derby??? ;)

Zu 2. Die gleichen, die uns erklärt haben, das wir nur 1x gegen Mannheim, Frankfurt und Berlin spielen.

Zu 3. 44 Spiele sind mir ehrlich gesagt zu wenig. Ich fand schon zu Bundesliga-Zeiten, das da die Saison viel zu schnell vorbeigegangen ist. Bei 50 Vorrundenspielen wären das 6 Spieltage weniger. Das finde ich schon eine ganze Menge

Zu 4. Das ist richtig. Habe ich ja auch selbst erwähnt. Aber mal am Beispiel NHL. Meinst du, die dortigen "Eventies" interessieren sich für ne Tabelle? Schlimmer als der jetzige Modus kann es nicht sein.

Zu 5. Dann findest du Spiele gegen Wolfsburg, Augsburg etc. Interessanter??? Sicher würde das der Derby-Charakter ein wenig leiden, aber es wäre EIN Derby-Heimspiel (auf DEG bezogen) mehr. Und selbst wenn dann nur im Schnitt 14.000 Zuschauer zu einem Derby gegen die DEG kommen, sind das immer noch mehr als bei 2 Heimspielen gegen z.B. Wolfsburg, da die Dummdorfler ja nun mal auch ein paar Fans mitbringen,

Eine Verkleinerung der DEL ist einfach nicht machbar, weil halt alle Vereine gleichberechtigt sind. Und wie gesagt, ich kann mir schlecht vorstellen, das ein Verein freiwillig runter geht. Und solange keine 2/3-Mehrheit dafür stimmt, drehen wir uns im Kreis. Mit dem o.g. Modus wäre halt eine Reduzierung der Spiele möglich, was ja z.B. Herrn Krupp schon befriedigen würde.

Was Auf- und Abstieg angeht, bin ich selbstverständlich auch dafür. Keine Frage, aber das ist ja nicht am Modus gescheitert, sondern daran, das DEL und DEB sich nicht über die Rahmenbedingungen einigen konnten. Vielleicht wird sich ja da noch was ändern.
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon old17 » Di 4. Nov 2008, 20:56

Stuermchen76 hat geschrieben:
Zu 1. Haben den Iserlohner überhaupt ein Derby??? ;)

Ganz ehrlich: ich habe mehr Derby-Stimmung wenns gegen Iserlohn geht als bei Spielen gegen Duisburg oder Krefeld.
Stuermchen76 hat geschrieben:
Zu 2. Die gleichen, die uns erklärt haben, das wir nur 1x gegen Mannheim, Frankfurt und Berlin spielen.

Was aber nur in einem Jahr so ist und nicht in Stein gemeißelt wird.
Stuermchen76 hat geschrieben:
Zu 3. 44 Spiele sind mir ehrlich gesagt zu wenig. Ich fand schon zu Bundesliga-Zeiten, das da die Saison viel zu schnell vorbeigegangen ist. Bei 50 Vorrundenspielen wären das 6 Spieltage weniger. Das finde ich schon eine ganze Menge

Es ist leider nicht relevant was du oder ich oder sonst ein Hardcore-Fan denken. 50 Spiele sind definitiv zu viel um Eishockey in Deutschland vernünftig anbieten zu können.
Stuermchen76 hat geschrieben:
Zu 4. Das ist richtig. Habe ich ja auch selbst erwähnt. Aber mal am Beispiel NHL. Meinst du, die dortigen "Eventies" interessieren sich für ne Tabelle? Schlimmer als der jetzige Modus kann es nicht sein.

Die dortigen Fans wissen zum großen Teil nichtmal, wie man eine Tabelle liest...;) Du kannst doch hier keine Amis mit Deutschen vergleichen. Wenn die nen Schwanz hätten, würde sich die Hälfte der Bevölkerung den halben Tag im Kreis drehen. Der Modus ist undurchsichtig und zu vielschichtig. Das wird hier nicht angenommen.
Stuermchen76 hat geschrieben:
Zu 5. Dann findest du Spiele gegen Wolfsburg, Augsburg etc. Interessanter??? Sicher würde das der Derby-Charakter ein wenig leiden, aber es wäre EIN Derby-Heimspiel (auf DEG bezogen) mehr. Und selbst wenn dann nur im Schnitt 14.000 Zuschauer zu einem Derby gegen die DEG kommen, sind das immer noch mehr als bei 2 Heimspielen gegen z.B. Wolfsburg, da die Dummdorfler ja nun mal auch ein paar Fans mitbringen,

Wenn ich die Wahl zwischen 6x Duisburg und 2x Wolfsburg oder 4x Duisburg und 4x Wolfsburg hätte, würde ich 4/4 auf jeden Fall vorziehen. Wenn man auch noch die Auswärtsspiele sieht oder am besten noch kommentieren muss, wird das sehr schnell sehr eintönig.

Gruß
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Poschi » Di 4. Nov 2008, 20:58

Hallo an alle,

kann mir noch mal einer auf die Sprünge helfen und mir sagen wie wir überhaupt zur DEL gekommen sind? Wie ist es möglich, das sich eine Liga so vom Sportbund abtrennt?

Vielleicht sollte man ja mal drüber nachdenken, die gesammte DEL aufzugeben und alles in neuen Strukturen unterhalb des DEB neu zu organisieren - aber wie hier schon gesagt worden ist, beißt sich ja keiner ins eigene Fleisch.

Was den Modus angeht, finde ich es besser, die Regelungen einfach und klar zu halten, also eine Doppelrunde jeder gegen jeden oder bei reduzierter Mannschaftszahl eben zwei Doppelrunden.
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon René » Mi 5. Nov 2008, 09:08

Eichin hat das schon richtig erkannt: Es ist vor allem die abartige Ansammlung von Spieltagen, die den Schnitt so drückt. Selbst 44 Spiele + Playoffs nach meinem Empfinden nach noch viel zu viele. Aber unter eine solche Grenze wird es sich leider nicht drücken lassen können.

Ich schließe mich insgesamt Tatanka Ausführungen an, welche sich im Prinzip mit Teilen der Überlegungen von Pauels aus dem letzten Jahr decken ( http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=25905 ) und die nach wie vor den, in meinen Augen, sinnvollsten Masterplan darestellen.

Das einleitende Posting scheitert bereits im Ansatz: 6 Derbys gegen die Vereine der Region - noch mehr auslutschen/verheizen kann man die letzten Zuschauermagneten der Liga wohl nicht.
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Stuermchen76 » Mi 5. Nov 2008, 20:32

So, nach der konstruktiven Kritik, habe ich den Modus etwas modifiziert und vereinfacht.

Die 16 Mannschaften werden in zwei Regionale Gruppen á 8 Mannschaften unterteilt.

Gruppe Nord/West (mit Berlin, Hamburg, Hannover, Wolfsburg, Köln, Duisburg, Krefeld und Düsseldorf) und Gruppe Mitte/Süd (mit Mannheim, Iserlohn, Frankfurt, Kassel, Augsburg, Straubing, Ingolstadt und Nürnberg). Die Mannschaften in einer Gruppe spielen eine Doppelrunde (2x Heim, 2x Auswärts) macht zusammen 28 Spieltage. Desweiteren spielen die Gruppen gegeneinander eine Einfachrunde (jeweils ein Heim und ein Auswärtsspiel). Macht nochmal 16 Spiele und zusammen die ,als optimale Zahl genannten 44 Vorrundenspielen.

Dadurch werden die Spieltage drastisch reduziert und es können trotzdem weiter 16 Teams in der DEL spielen. Der Knackpunkt Iserlohn ist sicherlich Grenzwärtig, aber mal als Beispiel Köln gesehen, die würden auch nur 1 Heimspiel gegen "Zuschauermagneten" Mannheim oder Frankfurt spielen. Ausserdem ist Iserlohn der östlichste Westverein, der von der Landkarte aus gesehen, am ehesten in die Mitte gehören würde (habe extra meinen Atlas rausgeholt :) )

Damit wäre der Kritikpunkt "zuviele Derbys" vom Tisch. Als Argument bringe ich auch noch ein, das gerade Spiele gegen z.B. Augsburg, Ingolstadt oder Straubing (wenn nicht gerade ein Sonderzug kommt) damit auf ein Minimun reduziert würde, da gerade diese Teams wenig, bis garkeine Fans mitbringen. Sicher wäre da der Wehrmutstropfen Mannheim, aber ohne ein Opfer zu bringen, kann man den Modus nicht ändern.

Auch der Modus an sich, ist jetzt einfacher zu verstehen. Die getrennten Tabellen würde ich trotzdem beibehalten wegen der Gleichberechtigung gegenüber einer Tabelle.

Hoffe der Modus gefällt etwas besser.

Gruß

Stuermchen

P.S.: Wenn ich mich jetzt nicht schwer verhauen habe, spielen wir nächste Saison gegen Nürnberg, Hannover, Kassel und (ACHTUNG!) Düsseldorf nur zweimal nach dem jetzigen Modus. Vielleicht will deshalb Eichin eine Modusänderung. :twisted:
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Soucer » Mi 5. Nov 2008, 21:54

Warum gibt es hier so viele Befürworter des Gruppen-Systems?

Ich sehe keinen Sinn in einer Gruppenaufteilung.

In der NHL ergibt das ganze ja Sinn, da sind die Entfernungen zwischen den einzelnen Städten zu groß... Aber hier in Deutschland braucht man so ein Gruppensystem definitiv nicht! Ich sehe auch keinen großen Vorteil durch solch ein System... Reisekosten sparen?! Nicht im ernst, oder? Die Reisekosten sind ja wohl mit der NHL verglichen minimal und die Reisedauer jedem Profi-Sportler zu zumuten. Des Weiteren würden zu viele Derbys (wie schon angesprochen) den Reiz eines Derbys weiter sinken lassen...

Das Gruppensystem hat auch den großen Nachteil, dass der Modus unter Umständen schwer nach zu vollziehen ist. Haben andere Sportarten in Deutschland eine Gruppenaufteilung?! Soweit ich weiß nicht - in Amerika ist dies jedoch der Fall. Das Gruppensystem gehört nach Amerika und nicht nach Deutschland.

Am sinnvollsten finde ich Tatankas Vorschlag: 12 Teams, Doppelrunde.

Auf und Abstieg sollten aber auf jeden Fall wieder eingeführt werden!
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Oppi » Mi 5. Nov 2008, 22:17

Haben andere Sportarten in Deutschland eine Gruppenaufteilung
Und das ist der Knackpunkt. So ein System würde noch mehr Laien abschrecken, weil man sich auf den ersten Blick sagt "ja, wenn jetzt in der einen Hälfte die Topteams sind, und in der anderen Hälte die schwächeren, hätten die schwächeren ja den Vorteil, nicht so oft gegen starke Teams ran zu müssen, und wären am Ende weiter oben als es ihre wirkliche Stärke zulassen würde".
Kommentare in diese Richtung wären an der Tagesordnung, und verstehen würde das auch keiner. Insbesondere, da alle Gründe, die in der NHL für so eine Aufteilung sprechen, in Deutschland fast komplett wegfallen (Reisekosten ... pffffff ... wir sind halb so groß wie Texas, da lacht der Ami drüber ...)
"Die Fans sollen wieder Gegner haben und Teams, die für sie gegen diese Gegner antreten. Dann sind die Hallen auch wieder voll."
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Stuermchen76 » Do 6. Nov 2008, 07:32

Also nochmal.

Die Diskussion wird doch deshalb geführt, weil die Zuschauer fehlen.

Das die Reisekosten minimal sind, bestreitet ja auch keiner. Aber das Geld sitzt bei den meisten Vereinen nicht mehr so locker und Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist.

Aber darum geht es mir ja garnicht. Ich, als Durchschnittsfan und Geringverdiener möchte ungern auf mein Hobby Eishockey verzichten. Gelegentlich möchte ich auch Auswärts mir ein Spiel ansehen. Jetzt meine Frage. Was ist für mich günstiger, nach Duisburg zu fahren oder nach Augsburg? Und damit meine ich jetzt nicht die Kosten fürs Bier.

Das ist mein Grundgedanke. Je näher der Gegner ist, desto mehr Fans fahren Auswärts Spiele gucken und unterstützen damit die Vereine.

Wie ihr schon geschrieben habt, wir sind nicht in den USA. Wir sind aber auch nicht die NHL und haben auch nicht deren finanzielen Möglichkeiten.

Mit der geteilten Tabelle kann man drüber streiten. Aber das ist nur ein kleines Detail. Hauptsächlich geht es mir darum, die Spieltage zu senken, und das wäre mit dem Modus passiert und das trotz 16 DEL-Vereinen.
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Soucer » Do 6. Nov 2008, 08:30

Stuermchen76 hat geschrieben:Also nochmal.

Die Diskussion wird doch deshalb geführt, weil die Zuschauer fehlen.

Das die Reisekosten minimal sind, bestreitet ja auch keiner. Aber das Geld sitzt bei den meisten Vereinen nicht mehr so locker und Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist.

Nunja, ich glaube jedenfalls dass die Vereine mit so einem Modus noch weniger Geld verdienen würden. Die Zuschauer würden bei den Spielen gegen die Gruppengegner weiterhin sinken. (Wenn wir X mal gegen Duisburg spielen, wie langweilig ist das denn? Wenn wir X mal gegen die Düssis spielen, wie viel "Charakter" hat das Derby dann noch? usw... ) Da machen die Reisekosten nicht viel aus...

Aber darum geht es mir ja garnicht. Ich, als Durchschnittsfan und Geringverdiener möchte ungern auf mein Hobby Eishockey verzichten. Gelegentlich möchte ich auch Auswärts mir ein Spiel ansehen. Jetzt meine Frage. Was ist für mich günstiger, nach Duisburg zu fahren oder nach Augsburg? Und damit meine ich jetzt nicht die Kosten fürs Bier.

Duisburg ist günstiger. ;) Aaaaber: Du willst gelegentlich fahren.... Dann reicht es doch auch, wenn wir zweimal in Duisburg spielen, oder? Gut, wenn wir X mal in Duisburg spielen, passt vielleicht ein Termin besser, aber sonst... Wie gesagt, wenn du gelegentlich fahren möchtest, hast du ja zweimal die Chance auf ein Duisburgspiel...

Das ist mein Grundgedanke. Je näher der Gegner ist, desto mehr Fans fahren Auswärts Spiele gucken und unterstützen damit die Vereine.

Naja.... Wenn wir X Auswärtsspiele haben, nutzt sich das schnell ab.... Wenn wir X mal in Düsseldorf spielen fahre würde ich persönlich auch nicht öfters hin fahren als jetzt z. B.... Wie gesagt, das einzelne Spiel gegen die Gegner verliert an Bedeutung...

Wie ihr schon geschrieben habt, wir sind nicht in den USA. Wir sind aber auch nicht die NHL und haben auch nicht deren finanzielen Möglichkeiten.


Mit der geteilten Tabelle kann man drüber streiten. Aber das ist nur ein kleines Detail. Hauptsächlich geht es mir darum, die Spieltage zu senken, und das wäre mit dem Modus passiert und das trotz 16 DEL-Vereinen.

Hmmh... Fair geht eine "Spieltagesenkung" mit 16 Vereinen eh nicht....
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon BASTARD57 » Do 6. Nov 2008, 09:01

Stuermchen76 hat geschrieben:So, jetzt bin ich auf eure Meinung gespannt
sollst du haben... ;)

Stuermchen76 hat geschrieben:
SPIELMODUS

Die DEL wird in Divisionen bzw. Gruppen unterteilt (siehe Tabelle). Die Gruppen (a 4 Teams) werden nach regionalen Punkten aufgeteilt. Die Teams in einer Gruppe spielen 6 Mal gegeneinander (3xHeim, 3xAuswärts). Damit würde es mehrere Derbys geben (s. auch Zusammenfassung). BREAK! zuviele derbies sind schlimmer als zuwenige... *mein* also entweder die gruppen auch nur zwei mal gegeneinander spielen lassen, oder eben nicht nach regionalen gesichtspunkten einteilen... (in der NHL macht das sinn, aber USA+Canada = gefühlte 2017 mal so viel fläche wie deutschland...) Weiterhin spielen die Gruppen Nord und West in einer Division und die Gruppen Süd und Mitte in einer anderen Division. Innerhalb der Divisionen spielen die Teams 4 Mal gegeneinander (2xHeim,2xAuswärts). Zuletzt spielen dann die Teams der beiden getrennten Divisionen 2 Mal gegeneinander (jeweils ein Heim- und Auswärtsspiel). Der Spielplan sieht natürlich dann vor, das die Spiele gemischt werden, also nicht erst die Gruppenspiele, dann die Divisionsspiele etc..
Das wären dann 50 Spiele in der Vorrunde (18 Spiele gegen Gruppengegner, 16 Spiele gegen Teams der eigenen Division und 16 Spiele gegen Teams der anderen Division).

DIVISION NORD/WEST
GRUPPE NORD
Eisbären Berlin
Hamburg Freezers
Hannover Scorpions
Wolfsburg Grizzlies Adams
GRUPPE WEST
Füchse Duisburg
Kölner Haie
DEG Metro Stars
Krefeld Pinguins

DIVISION MITTE/SÜD
GRUPPE MITTE
Iserlohn Roosters
Kassel Huskies
Mannheim Adler
Frankfurt Lions
GRUPPE SÜD
Augsburg Panther
ERC Ingolstadt
Straubing Tigers
Sinupret IceTIgers

Tabellen

Die Tabellen werden nach Beendigung der Vorrunde nicht zu einer Tabelle zusammengeführt, sondern verbleiben nach Divisionen (siehe Beispiel DIVISION NORD/WEST nach aktueller Tabelle)

DIVISION NORD/WEST
1. Krefeld Pinguins
2. Hannover Scorpions
3. DEG MEtro Stars
4. Eisbären Berlin
-------------------------
5. Wolfsburg Grizzies Adams
6. Hamburg Freezers
7. Kölner Haie
8. Füchse Duisburg

BREAK! ich bin mit keinem modus einverstanden, der uns von kassel trennt... ;)
in der nord/west-gruppe is duisburg nur kanonenfutter, in der südgruppe is ausser mannheim und ffm nur kanonenfutter...
derzeit passt es (regional) ja ganz gut mit der aufteilung, aber wenn duisburg absteigt und z.b. bietigheim-bissingen auf, geht das geheule wer wen in welcher gruppe haben will los... wob wär glücklich, weil´s kassel dazu kriegt, dafür heult dann ffm rum...
deswegen find ich die derzeitige gruppeneinteilung für besser... kompliziert... aber gut...


Play-offs

Die Play-offs werden Divisionsübergreifend durchgeführt (1. Div. Nord/West gg. 4. Div. Mitte/Süd usw.). Im Halbfinale spielt dann der Beste der Division Nord/West gg. den Zweitbesten der Division Mitte/Süd usw.BREAK! willst also während der play-offs mischen statt nen festen playoffbaum? des gibt megga...

1-4 2-3 2-3 1-4 würde doch auch funktionieren...


So wird dann im Finale ebenfalls verfahren. Sollte der Fall eintreten, das im Finale die Disisionssieger aufeinander treffen, dann entscheidet die Bilanz der Vorrunde über das Heimrecht (mehr Punkte, Tore etc.) Die Play-offs würde ich wie gehabt spielen, Viertelfinale Best-of-Seven und Halbfinale und Finale im Best-of-Five. Möglich wären auch Pre-Playoffs, aber die o.g. Regelung finde ich besser. Platz 1-4 in den Playoffs und Schluß.

Zusammenfassung

Der Modus lehnt ein wenig an den Modus der NHL an. Es würde mehr Spiele gegen regionale Teams geben, was dementsprechend mehr Derbys bedeutet. Sicher kann durch die Häufigkeit der Derbys der Reiz etwas verloren gehen, aber die "Reiselust" der Fans zu Auswärtsspielen würde gesteigert, da diese ja jetzt nicht mehr so weit weg sind. Und zu einem Derby KEC gg. DEG oder Mannheim gg. Frankfurt kommen trotzdem immernoch mehr Zuschauer als bei einem Spiel gg "unaktraktive" Gegner BREAK! selbst köln - deg war doch zuletzt nicht mal mehr annähernd ausverkauft, weil man einfach scho zuuu oft gegeneinander gespielt hat... auch derbiies nutzen sich ab. mit dem modus schreien wir bald nach weniger derbies um endlich mal öfter gegen diemannschaften zu spielen die weiter weg sind... zwecks abwechslung... Dazu käme eine Minimierung der Reisekosten für die Mannschaften, da durch die Divisionen die Reisen in andere Teile der Landes reduziert würden (Hotelkosten, Sprit etc.). Die Aufteilung der Abschlußtabelle in zwei Tabellen halte ich deshalb für sinnvoll, damit nicht eine einzige Tabelle vielleicht etwas verfälscht wird (weil vielleicht ein Team eine Division dominiert und dadurch auch in einer gemeinsamen Tabelle weit vorne wäre). Auch ein Auf- und Abstieg wäre theoretisch kein Problem, indem z.B. die beiden Letzten der Divisionen den direkten Absteiger ausspielen könnten. Der Gewinner könnte/müsste dann noch eine Relegation gegen den zweiten der 2. Liga spielen, sodas eventuell sogar 2 Aufsteiger möglich wären. BREAK! für eine relegation musst die playdowns gewaltig strecken, damit sie erst beendet sind, wenn auch der zweitligameister feststeht... Für die nachfolgende Saisonkönnte man dann ggfl. die Gruppen umstellen um den regionalen Charakter weiterhin gerecht zu werden (als Beispiel: Duisburg steigt ab, Schwenningen steigt auf. Dadurch rückt Iserlohn in die WESTGruppe und Schwenningen in die MITTEGruppe).

Eine Reduzierung der Teams UND gleichzeitig eine Reduzierung der Ausländer halte ich für nicht machbar. Es gibt einfach nicht genug deutsche Spieler, die auf so einem hohen Niveau spielen können. Dadurch wäre die Einbürgerungswelle nöch stärker, als sie jetzt schon ist und das Niveau der Liga würde darunter leiden. Es spielen 16 Mannschaften in der DEL und jedes Team darf 10 Ausländer einsetzen. Bei einem Kader von 20 Spielern, die auf dem Spielberichtsbogen dürfen, sind das 10 deutsche Spieler pro Mannschaft und demnach 160 deutsche Spieler in der DEL (ob die jetzt von den Trainer auch eingesetzt werden, ist eine andere Geschichte). BREAK! es sind 22 spieler auf der spielbericht, also 12 pro team, macht insgesamt 192 deutsche spieler Eine Reduzeriung auf 8 Ausländer pro Team würde ich noch vertretbar halten, mehr aber auch nicht. BREAK! wo sollen denn die 32 deuteschen mehr herkommen? weniger ausländer = teuerer deutsche = schere zwischen arm und reich wird grösser. Dazu sollte man die Lizenz vielleicht wieder transparenter machen, sprich die 8 Ausländer ggfl. auch tauschen können, um bei Verletzungen oder schwacher Leistungen reagieren zu können. BREAK! dafür hat man ja zurzeit die 2 zusätzlichen lizenzen... ich würde allerdings eine regelung einfügen, dass ein spieler, der wegen verletzung definitiv bis zum ende der saison ausfällt ersetzt werden darf... Es würden ja trotzdem immer mindestens 12 Deutsche pro Team auf dem Eis bzw. auf dem Spielberichtsbogen stehen. Sicher wäre es möglich, das dadurch ein Team seine Ausländer während der Saison mehrmals auswechselt, aber das würde wohl nur Ausnahmen sein. Dem könnte man vielleicht einen kleinen Riegel vorschieben, das man nur 4 Ausländer austauschen darf, oder man führt ein "Salary-Cap" ein. BREAK! hör mir auf mit salary-cap... bei den niedrigen summen im deutschen eishockey totaler blödsinn... Das man nur einen gewissen Etat für Ausländer zur Verfügung hat und diesen nicht überschreiten darf. Aber da gibt es unzählige Möglichkeiten, die man diskutieren könnte. BREAK! das würde deutsche spieler nochmal teurer machen... und wahrscheinlich nebenbei das niveau der liga senken, weil einge der topstars der liga nicht bezahlt werden können...

Sicherlich ist dieser Modus für den "Laien" auf den ersten Blick nicht einfach zu verstehen, was der Modus z.Z. aber noch weniger ist. Eine Reduzierung der Liga auf 14 Teams bzw. 12 Teams ist nicht zu realisieren. Es wird wohl kein Team freiwillig in die 2.Liga gehen, geschweige denn 4 Teams. Was bei meinem Modus ja auch nicht nötig wäre.

Die DEL braucht eine Reform um die Aktraktivität zu steigern BREAK! darüber lässt sich streiten... manche meinen, die DEL braucht kontinuität... und da sehe ich halt nur die Möglichkeit mit mehr Derbys.Auch eine Saison mit 50 Vorrundenspielen + Playoffs halte ich für realistisch und aktraktiv. Dadurch wäre auch genug Platz für die Nationalmannschaft,BREAK! das wären zwei spieltage weniger als jetzt... wahrscheinlich würden dienstage wegfallen... also nicht mehr platz für die nationalmannschaft... (eventuell Pokal) und CHL und die "ungeliebten" Wochenspieltage würden ebenfalls minimiert. Denn Freitags und Sonntags sind nun mal die klassischen Eishockeyspieltage. Allerdings gibt es da ja noch die Interessen der Mehrzweckhallen. Aber diese Probleme stehen auf einem anderen Blatt.

.
hoffe ews is nicht zu unübersichtlich.,..
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Stuermchen76 » Do 6. Nov 2008, 10:04

Immoment stehe ich auf dem Schlauch.

Wir würden nach meinem modifizierten Modus genauso oft gegen Duisburg spielen wie diese Saison. Also 2x Heim und 2x Auswärts. Das gleiche gilt für die Derbys gegen die DEG. Wo bitte ist das Problem?

Sicher wäre sportlich die West/Nord-Gruppe etwas besser, deshalb ja auch die getrennte Tabelle, aber das auch "kleine" Vereine mal oben mitspielen können, zeigt ja Krefeld. Ingolstadt spielt diese Saison auch unter ihren Möglichkeiten. Das könnte sich ja mit der Zeit relativieren.

Das Duisburg irgendwann das Handtuch schmeißt, gehe ich eigentlich auch von aus. Dann könnte (um das Beispiel von Bastard aufzugreifen) Iserlohn in die West und Bietigheim in die Mitte/Süd.
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Vicente » Do 6. Nov 2008, 10:34

Also insgesamt auf Deutschland bezogen finde ich haben wir das größte Problem und regen und deshalb wohl auhc am meisten auf. Die Berliner lachen sich wahrscheinlich schlapp mit ihren Event-Fans mit denen sie auf 14.000 Zuschauer kommen (tut mir leid, aber wo kommen auf einmal 8.000 neue Zuschauer her, wenns keine Event-Fans wegen der O2-World sind?!).

Mein Vorschlag:
2 Conferences: Jede Conference hat 8 Mannschaften bei 16 Teams insgesamt. Gegen die Teams aus der eigenen Conference spielt man je 4x Mal (2x heim, 2x auswärts) und gegen die Teams aus der anderen Conference spielt man je 2x Mal (1x heim, 1x auswärts). Somit hat man 44 Hauptrundenspiele + Playoffs. Das Problem mit den häufigen Derbys sehe ich nicht, denn im Fußball in Schottland (Celtic vs. Rangers) funktioniert es ja auch. Mir kann niemand erzählen, dass es reizvoller ist ein Spiel gegen Straubing zu sehen als eins gegen Krefeld oder die DEG.

Das sähe mit der jetzigen DEL so ungefähr aus:

Conference Nord:
Berlin, Hamburg, Wolfsburg, Hannover, Duisburg, Krefeld, DEG, Köln

Conference Süd:
Iserlohn, Kassel, Frankfurt, Mannheim, Straubing, Ingolstadt, Augsburg, Nürnberg

Damit man auch öfters Spiele gegen Mannheim oder Frankfurt hat, sollte man im jährlichen Modus je zwei anderen Teams, die weiter nördlich gelegen sind in die Süd-Conference verschieben (z.B. Köln und Krefeld statt Iserlohn und Kassel in einem Jahr, dann Düsseldorf und Duisburg etc.). Somit spielt man halt in einem Jahr nur 2 Derbys gegen die DEG oder gegen Krefeld, was diese dann auch wieder reizvoller macht. Vielleicht erledigt sich das ganze auch, wenn zwei aus dem Norden absteigen sollten. ^^

Die beiden letzten ihrer Conference müssen in die 2. Liga und es gibt 2 direkte Aufsteiger aus der 2. Liga, die ich mir jedoch auch mit 16 Mannschaften wünsche und deutlich professioneller geführt nach dem Vorbild des vorgeschlagenen DEL-Modus.

Die die ersten vier aus jeder Conference kommen in die Playoffs. Der erste aus z.B. Conference Nord gegen den vierten aus der Conference Süd, der zweite aus der Conference Nord gegen den dritten der Conference Süd usw. ! Viertelfinale (best of seven), halbfinale und finale (best of five). der meister bekommt den CHL-Startplatz und der vizemeister den quali-platz.

das ist mein bescheidener vorschlag. ;)
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon BASTARD57 » Do 6. Nov 2008, 10:49

Stuermchen76 hat geschrieben:Immoment stehe ich auf dem Schlauch.

Wir würden nach meinem modifizierten Modus genauso oft gegen Duisburg spielen wie diese Saison. Also 2x Heim und 2x Auswärts. Das gleiche gilt für die Derbys gegen die DEG. Wo bitte ist das Problem?
na, dann lies dir deinen modus nochmal durch... :mrgreen:
Stuermchen76 hat geschrieben:Die Teams in einer Gruppe spielen 6 Mal gegeneinander (3xHeim, 3xAuswärts).
und wie gesagt, bei regionalen einteilungen sind die qualitätsunterschiede zu gross...

mit hamburg, berlin, köln, düsseldorf, hannover und wolfsburg hat man im norden schon 6 teams, die eigentlich auf den ersten acht bis 10 plätzen gesetzt sind... dagegen stehen frankfurt, mannheim und iserlohn (solange sie hock und wolf haben) oder nürnberg im süden. (wobei köln in die süd und iserlohn in die nordgruppe rein geographisch logischer wäre ;) ) ich hatte mir schon letzte saison so einige gesdanken über mögliche aufteilungen der liga gemacht... bin dann aber zum dem schluss gekommen, dass es so, wie es ist, zwar enorm kompliziert für den aussenstehenden, aber doch am fairsten ist... alle gruppen sind (theoretisch) gleichstark... das es immer mal wieder ausreisser nach oben und unten gibt liegt in der natur des sports... und das die gruppen benachteiligt sind, die nur 2 mal gegen duisburg spielen dürfen, liegt einfach nur daran, dass diew duisburger führung halt fürn po ist... aber das problem würde sich ja durch eine, wie auch immer geartete, abstiegsregelung von selbst erledigen...

ich gehöre zur fraktion, die kontinuität als schlüssel des erfolg sieht...
und mit der abstiegsangst der clubs sehe ich nur eine mögliche (die situation verbessernde) veränderung:
auf- und abstieg mit relegation.
dafür gibt es auch problemfrei eine 2/3 mehrheit.
problem: die terminierung.
den letzten relegation gegen den zweitligameister spielen lassen heisst, dass der zweitligameister feststehen muss, wenn die del mit der hauptrunde fertig ist. das würde einschneidende veränderungen im zweitligamodus erfordern.
"leichter" wäre das, wenn man in der del play-downs oder eine abstiegsrunde spielen würde.
dafür wird es aber sicher schwerer die erforderlilche mehrheit an stimmen zu bekommen... am ehesten wohl eine abstiegsrunde unter mitnahme der punkte. die wäre dann aber wahrscheinlich so spannend wie poker mit aufgedeckten karten...

ich wünschte mir auch ganz andere modi und ligazusammenstzungen, aber das is halt in deutschland nicht machbar...

achja, für alle, die den derzeitigen modus nicht verstehen:
im prinzip ist es ganz einfach: man geht davon aus, das der erste besser ist, als der zweite, der zweite besser als der dritte usw... dementsprechend wurden gruppen eingeteilt, die nach den tabellenplätzen alle gleichstark sind... man nimmt die tabelle der vorletzten saison, weil man damit schiebereien vermeiden will... (wenn ich gegen x verliere, spiele ich nächste saison nur 2 mal gegen y)
für die, die´s jetzt immer noch ned verstehn:
scheiss drauf! deswegen sind die spiele auch nicht besser oder schlechter... ;)
Zuletzt geändert von BASTARD57 am Do 6. Nov 2008, 11:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon millencolin » Do 6. Nov 2008, 10:51

Joa, alles ganz nett!

Übersichtlicher als dieses Jahr sind die Vorschläge auch alle.. naja fast!

Aber das große Problem mit der DEL ist, dass dies eine Gesellschafterliga ist. Also hat jeder Verein eine Stimme! Wie die Vergangenheit gezeigt hat, ist hier ein Großteil der Vereine auf seine eigenen Intressen fixiert. Was bei Duisburg der Platz in der Liga ist (meist der letzte), bei Köln die Hallenauslastung und der Nachwuchs, bei anderen die Planungssicherheit (neue Halle, Umbauten, Planungssicherheit....)

Dass die Liga verkleinert wird glaub ich nicht. Wer geht den Freiwillig in die 2. Liga? Keiner! Macht man es sportlich wird wieder ein Wettrüsten stattfinden, in welchem sich einige bestimmt Vereine übernehmen! Und statt erste Liga ist dann Niemandsland angesagt plus Negative Schlagzeilen.

Eine Aufteilung der Liga ist das Einzige was funktionieren kann. Wobei dann auch wieder viele rumheulen, weil sie in ihrer Gruppe nicht die Hallenfüller haben, die man gerne hätte. Und zwar nicht 4 wie dieses Jahr, sondern das doppelte! In o. aufgeführtem Beispiel spielt man nur 2x gg. MERC und FFM. kann ich mit leben. 4x DEG, KEC, EVD, Berlin kann man auch gut leben!
Kleinere Vereine mit ihren kleinen Hallen und der prozentual höheren Auslastung sowie den fast konstanen Zuschauern (-200/-500) planen mit den Einnahmen. Weniger Spiele bedeuten da weniger Geld. Bei MuFA kann das dank der Auslastung und einem "angenehmeren" Spielplan auch ins Gegenteil umschlagen. Mehr Gewinn! Warum sollten die kleinen also hier mitziehen?

Und wenn die Liga kleiner gemacht wird, würd ich als alles erstes Augsburg rauswerfen. Tradition hin oder her. Was anderen Vereinen an Umbauten, Deadlines und Zwangsabstiegen zugemutet wird ist ein Witz. Augsburg hingegen darf machen was es will. Traditionsclub, immer dabei.... bla und blubb!

Solang jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht!

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Re: Zuschauerschwund/DEL-Modus

Beitragvon Stuermchen76 » Do 6. Nov 2008, 11:00

Vicente hat geschrieben:Also insgesamt auf Deutschland bezogen finde ich haben wir das größte Problem und regen und deshalb wohl auhc am meisten auf. Die Berliner lachen sich wahrscheinlich schlapp mit ihren Event-Fans mit denen sie auf 14.000 Zuschauer kommen (tut mir leid, aber wo kommen auf einmal 8.000 neue Zuschauer her, wenns keine Event-Fans wegen der O2-World sind?!).

Mein Vorschlag:
2 Conferences: Jede Conference hat 8 Mannschaften bei 16 Teams insgesamt. Gegen die Teams aus der eigenen Conference spielt man je 4x Mal (2x heim, 2x auswärts) und gegen die Teams aus der anderen Conference spielt man je 2x Mal (1x heim, 1x auswärts). Somit hat man 44 Hauptrundenspiele + Playoffs. Das Problem mit den häufigen Derbys sehe ich nicht, denn im Fußball in Schottland (Celtic vs. Rangers) funktioniert es ja auch. Mir kann niemand erzählen, dass es reizvoller ist ein Spiel gegen Straubing zu sehen als eins gegen Krefeld oder die DEG.

Das sähe mit der jetzigen DEL so ungefähr aus:

Conference Nord:
Berlin, Hamburg, Wolfsburg, Hannover, Duisburg, Krefeld, DEG, Köln

Conference Süd:
Iserlohn, Kassel, Frankfurt, Mannheim, Straubing, Ingolstadt, Augsburg, Nürnberg

Damit man auch öfters Spiele gegen Mannheim oder Frankfurt hat, sollte man im jährlichen Modus je zwei anderen Teams, die weiter nördlich gelegen sind in die Süd-Conference verschieben (z.B. Köln und Krefeld statt Iserlohn und Kassel in einem Jahr, dann Düsseldorf und Duisburg etc.). Somit spielt man halt in einem Jahr nur 2 Derbys gegen die DEG oder gegen Krefeld, was diese dann auch wieder reizvoller macht. Vielleicht erledigt sich das ganze auch, wenn zwei aus dem Norden absteigen sollten. ^^

Die beiden letzten ihrer Conference müssen in die 2. Liga und es gibt 2 direkte Aufsteiger aus der 2. Liga, die ich mir jedoch auch mit 16 Mannschaften wünsche und deutlich professioneller geführt nach dem Vorbild des vorgeschlagenen DEL-Modus.

Die die ersten vier aus jeder Conference kommen in die Playoffs. Der erste aus z.B. Conference Nord gegen den vierten aus der Conference Süd, der zweite aus der Conference Nord gegen den dritten der Conference Süd usw. ! Viertelfinale (best of seven), halbfinale und finale (best of five). der meister bekommt den CHL-Startplatz und der vizemeister den quali-platz.

das ist mein bescheidener vorschlag. ;)
Du Dieb. ;-)

Das ist doch genau der Modus, denn ich weiter oben modifiziert habe (bis auf ein paar Kleinigkeiten).

Aber Danke an Vincente, das er es nochmal zusammengefasst hat.
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