von mirosikora11 am So 8. Aug 2010, 12:50
Also mir gefallen die neuen Sendezeiten.
Es allen Recht zu machen, das wird man im Leben nie können. Als der Sky-Vorgänger Premiere vor vielen Jahren die Live-Übertragung von Freitag auf Donnerstag verlegte, war nicht nur hier der Aufschrei groß. Der Untergang des "Eishockey-Abendlandes" wurde von einigen schon heraufbeschworen. Zudem: Auch an diesem Donnerstag stand Eishockey meistens in Konkurrenz zum Fußball. Schließlich spielt dort regelmäßig die Europa League. Auch wenn die Fußball-Bundesliga natürlich einen anderen Stellenwert hat als die EL.Ebenso waren die Zuschauerzahlen an einem Donnerstagabend DEL-weit immer unterdurchschnittlich. Die Zuschauer haben in der Regel diesen Termin einfach nicht angenommen, der Werktag namens Freitag hielt nicht wenige von einem Besuch ihres DEL-Clubs ab. Von Auswärtsfans (Derbys ausgenommen) mal ganz zu schweigen. Was war also die Außenwirkung der Donnerstagsspiele? Meistens schlecht gefüllte Hallen, in welchen man die Kommandos der Trainer oder Spieler gut verstehen konnte und maue Stimmung von Seiten der Heimfans. Das war Anti-Werbung fürs Eishockey. Gott sei Dank ist das nun vorbei.
Den Spielbeginn am Freitag (20.30) finde ich auch zu spät, das ist ein Minuspunkt. Für mich ist das mit dem Wohnort Hürth unerheblich, für die Eifel- und "sonst-woher-Fraktion" ist das natürlich ein Argument, NICHT zu einem Haimspiel zu erscheinen. Vor allem dann, wenn man zugleich ein Sky-Abo hat.
Die Verschiebung des Sonntag-Termins von 14:30 auf 19:30 begrüße ich sehr. So kann man bei einem Haimspiel am Nachmittag bequem noch das Fernsehspiel sehen. Spielen wir um 18:30, so konnte man früher noch das Nachmittagsspiel sehen. Dieser Luxus fällt nun weg.
Natürlich werden nie alle Fans mit Spielplänen (siehe entsprechenden Fred) oder TV-Übertragungen zufrieden sein. Aber wir müssen nicht nur die eigenen Belange im Blick haben, sondern an die Vermarktung der Liga denken. Der Donnerstag war (siehe oben) absolut unzureichend, der Sonntag Nachmittagstermin stand immer in Konkurrenz zur 2. Fußball-Bundesliga oder bei schönem Wetter im Wettbewerb zu anderen Freizeitangeboten (in Köln: Rheinspaziergang, Zoo-Besuch, Seilbahn-Fahrten, ...). Das kostet jedes Jahr im Herbst und Frühjahr etliche Zuschauer, vor allem in der "Familien-Fraktion". Zuschauer an den Stadionkassen und jene vor dem Fernseher. Denn auch wenn die entsprechenden Sky-Kunden ja schon bezahlt haben, so registriert der Sender schon, wie gut oder wie schlecht eine Sportart in ihrem Programm angenommen wird. Entsprechend wirken sich diese Zuschauerzahlen auf künftige Vertragsverhandlungen mit der DEL aus. Weniger Zuschauer würden weniger Geld für die DEL und sekundär auch für die 15 Vereine bedeuten. Dementsprechend gehts auch für den KEC hier indirekt um Geld, welches im Etat geringer werden könnte.
Die Rückkehr zum traditionellen Eishockey-Spieltag Freitag ist also genau der richtige Schritt und Sonntagsabends um 19:30 gibt es in der Regel keinen alternativen Live-Sport mehr (jetzt kommt mir keiner mit NFL oder so). Einzig der "Tatort" um 20:15 steht hier in Konkurrenz zum DEL-Live-Termin.
Was wären Zäpfchen ohne Arschlöcher?