Erfahrungsbericht zur O2-World

Für alle Fans, die am Dienstag mit dem Sonderzug die Haie in Berlin unterstützen werden, hat Exil-Hai Simon einen kleinen Erfahrungsbericht geschrieben. Vielen Dank dafür! Eine gute Fahrt und viel Spass allen Fans am Dienstag wünschen Haie-Fanprojekt und Haie-Fanbeirat.

Da ich als Exilant in Berlin den ganzen Hype um das neue Heim der Eisbären aus nächster Nähe erlebt habe, kam ich nicht umhin mir auch das erste Spiel der Knutbande gegen die Augsburger Panther live anzusehen.

Die erste große Überraschung in der O2-World beginnt bereits beim Betreten der Halle: Selbst der Unterrang befindet sich ein Stockwerk über dem Eingangsbereich. Was zusätzlich auffällt ist, dass die gesamte Innenausstattung des Gebäudes in Weiß und Blau gehalten ist, wobei auf mich die Höhen-und Weitendimensionierung im Gegensatz zu unserer KölnArena ein wenig klein bzw. eng wirkt.

Die nächste Überraschung ist, dass man nur auf der Ebene 2 einen Rundgang um den Innenraum machen kann. Überlegungen wie diese sind auch notwendig, da der Innenraum erst eine Stunde vor Spielbeginn betreten werden darf.

Bei der Gastronomie fällt auf, dass es relativ wenig gastronomische Einrichtungen gibt. Dafür gibt es in regelmäßigen Abständen Merchandise-Stände.

Aber erstmal zurück zum Innenraum:

Der Unterrang ist annähernd identisch mit dem der KölnArena. Allerdings gibt es nur im Norden einen Stehblock für die Heimfans. Dieser ist dafür aber auf ca. 2000-3000 Besucher ausgelegt.

Der Oberrang ist mit 14 Reihen pro Block ein wenig kleiner als bei uns die Ebenen 6xx/7xx zusammen. Dafür wurden die Reihen um einiges steiler platziert. Ein kleines Extra unserer Halle wurde abgewandelt um einen einzigartigen Charakter zu erzeugen: Der obligatorische Becherhalter befindet sich auf Fußhöhe, so das bei „Besuchern“ vor dem eigenen Platz oder auch beim auf-den-Platz-eilen Vorsicht geboten ist.

Zusätzlich machte es auf mich den Eindruck, dass es Dauerkartenbesitzer in den Blöcken 410 und 412 gibt, so das es am 30. durchaus zu Direktkontakten mit den Heimfans im Gästeblock kommen kann.

Ansonsten ist eigentlich im ganzen Block eine gute Sicht möglich.

An technischen Spielereien gibt es neben dem inzwischen ja obligatorischen Videowürfel auch noch ein LED-Band á la NHL.

Was das Auftreten des Sicherheits- und Servicepersonal angeht so befindet es sich auf einem vergleichbaren Stand wie 1999 die entsprechenden Mitarbeiter der KölnArena. Zusätzlich gibt aber als Reserve noch die uns altbekannten Fan-Mitarbeiter die sich genau wie die Jahre davor schon mal gerne provokant bei den Gästefans aufhalten. Inzwischen sind sie jedoch nicht mehr in Dienstkleidung oder mit gesetzmäßigen Ausweisen zu erkennen.

Was den Service an Essen und Trinken betrifft:

Die Getränkepreise sind leicht höher als gewohnt. Bei dem Bier (Hasseröder) habe ich bei zwei Versuchen zweimal die Erfahrung gemacht, dass es nur möglich ist ein schales, ohne Kohlensäure direkt frisch aus dem Hahn gezapftes Bier zu bekommen…

Die Pommes sind genauso teuer wie in Köln, aber dafür bekommt man nur die Hälfte.

Zusätzlich gibt es noch Luxus-Popcorn für einen entsprechend hohen Preis.

Die Qualität der Spielfläche halte ich nach den letzten in Köln gesehenen Spielen für identisch, auch wenn die Presse immer wieder von zu weichem Eis spricht welches zu verstärkten Fehlpässen führen soll.

Text: Simon Schonauer

Mehr Infos zur O2-World auf o2world.de